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Keltenwelt am Glauberg feierlich übergeben

Artikel vom 21.08.2010 - 12.19 Uhr

Keltenwelt am Glauberg feierlich übergeben

Glauburg (dpa/sax). Hessens Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hat gestern das Keltenmuseum am Glauberg nach zweijähriger Bauzeit an den Landesarchäologen Prof. Egon Schallmayer übergeben.
Auch die Statue eines Keltenfürsten aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. soll im Museum ausgestellt werden. Das hatten die Wetterauer
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Auch die Statue eines Keltenfürsten aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. soll im Museum ausgestellt werden. Das hatten die Wetterauer Bürger mit Protestaktionen erreicht: Sie wollten ihren Fürsten zurück am Glauberg haben. (Foto: dpa)
Das 9 Millionen Euro teure Museum werde »das Kulturland Hessen mit seinen vielfältigen Schätzen noch heller erstrahlen lassen«, sagte die Ministerin. Nach der Übergabe wird nun die museumstechnische Ausstattung eingebaut. Die Attraktion »Keltenwelt am Glauberg - Archäologischer Park, Museum, Forschungsinstitut« soll im Frühjahr 2011 eröffnet werden.

Mit dem Museumsbau und dem Ankauf der dafür benötigten Grundstücke habe das Land gute Grundlagen geschaffen, um die Archäologie und Geschichte der Kelten zu erforschen sowie adäquat zu vermitteln, fügte Kühne-Hörmann hinzu. Am Glauberg werde mit dem Museum ein Forschungszentrum mit universitärem Anspruch etabliert, das durch den Austausch mit internationalen Fachkollegen anderer Museen und Hochschulen zudem den »Wissenschaftsstandort Hessen« stärke.

Den Angaben zufolge wurden knapp acht Millionen Euro in den Bau investiert. Hinzu kommen die Ausstattungskosten in Höhe von gut einer Million Euro. Seit den umfangreichen Ausgrabungen in den späten 1980er Jahren bis zum Bezug des neuen Gebäudes habe das Land mehr als 17 Millionen Euro in das Glauberg-Projekt investiert, hieß es weiter.

»Die Leute wollen authentische Orte sehen, deshalb war die Entscheidung richtig, das Museum hier zu bauen«, betonte Ministerin Kühne-Hörmann. Die Investition lohne sich: »Ich bin der Überzeugung, dass das Museum zu einem Publikumsmagnet wird.« Dabei denke sie neben den deutschen Besuchern vor allem auch an Gäste aus dem Ausland.

»Ganze Region muss an einem Strang ziehen«

Der stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn zeigte sich erfreut, »dass wir dem Glauberg ein lange gehütetes Geheimnis entrissen haben«. Er erinnerte daran, dass es ein Verdienst der ehemaligen Landtagsabgeordneten Ruth Wagner gewesen sei, dass der Grabhügel entdeckt wurde. Sie hatte vorgeschlagen, 50 000 DM in den Haushalt einzustellen, um historische Stätten aus der Luft zu fotografieren. »Das war ein teures Luftbild«, scherzte Hahn angesichts der Baukosten.



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