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Keltenwelt am Glauberg feierlich übergeben

Artikel vom 21.08.2010 - 12.19 Uhr

Keltenwelt am Glauberg feierlich übergeben

»Ich habe das Gefühl, dass wir immer noch dafür werben müssen, dass die Menschen der Region diesen Berg uns Hessen zur Verfügung stellen«, spielte er auf die Konflikte um den Standort und den Eigensinn der Wetterauer an. Halb scherzhaft warb er dafür, den Glauberg zu teilen. An bestimmten Tagen solle der Berg nur den Einheimischen gehören.

Auch die Statue eines Keltenfürsten aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. soll im Museum ausgestellt werden. Das hatten die Wetterauer
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Auch die Statue eines Keltenfürsten aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. soll im Museum ausgestellt werden. Das hatten die Wetterauer Bürger mit Protestaktionen erreicht: Sie wollten ihren Fürsten zurück am Glauberg haben. (Foto: dpa)
Der Kreisbeigeordnete Bardo Beyer, der in Vertretung des Landrats anwesend war, betonte die identitätsstiftende Wirkung des Glaubergs und des Museums. »Wir brauchen in dieser Region einen Ausgleich der Lebensverhältnisse.« Das gelte für die Balance zwischen Ost- und Westkreis ebenso wie zum Rhein-Main-Gebiet. Er wies darauf hin, dass die Angebote, die Geschichte als eigene Erfahrung zu erleben, zunehmend Zuspruch finden.

»Wichtig ist es, dass nun die ganze Region an einem Strang zieht«, forderte der neue Bürgermeister von Glauberg, Karsten Krätschmer. Deshalb begrüßte er die Erweiterung der Archäologischen Gesellschaft Glauberg um die Städte Büdingen, Ortenberg und Nidda. Er betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft und dem Museum in eine rechtlich ausgewogene Form gegossen werden muss.

Landesarchäologe Schallmayer, der neue Hausherr, stellte sich den Keltenfürst vor, wie er Besucher und Wissenschaftler betrachte. »Forscht nur, ich bin gespannt, ob Ihr hinter mein Geheimnis kommt«, legte er ihm in den Mund. Er präsentierte das neue Logo der Keltenwelt am Glauberg, das einen sympathischen und weniger strengen Eindruck hinterlassen solle als der Keltenfürst selbst. Bei der symbolischen Schlüsselübergabe war auch die künftige Museumsleiterin, Katharina von Kurzynski, zugegen. Der wissenschaftlichen Mitarbeiterin im Landesamt für Denkmalpflege ist vor allem wichtig, dass das Museumskonzept auch für die Zeit nach der ersten Euphorie praktikabel und überzeugend ist.

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