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Im Kegel von Taschenlampen über den Glauberg

Artikel vom 24.08.2011 - 12.46 Uhr

Im Kegel von Taschenlampen über den Glauberg

Glauburg-Glauberg (geo). Gruselige Gesellen, kecke Kobolde und fesche Feen tummelten sich am vergangenen Samstag zur Keltenwelt-Erlebnisnacht im Gelände. Im Licht der Taschenlampen erschloss sich den rund 200 Gästen der zwei Führungen die Sagenwelt am Glauberg.

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Andreas Haas erzählt eine Sage vom Glauberg aus dem Mittelalter.
Den Anfang machte Schäfer Ulrich alias Andreas Haas. Im alten Steinbruch am Glauberg wartete er auf jenes Volk, das sich zu später Stunde seinen Weg über den weitläufigen Archäologischen Park mit Taschenlampen suchte. Von den Bäumen hingen silberne Sterne, mittendrin die Nachbildung eines Schlüssels. Die bildhaft nachgestellten Sagensymbole standen in Kontrast zu den grün angestrahlten Bäumen und dem roten Abendhimmel. Haas ist vielen als Nachtwächter in Büdingen bekannt. Für die spannende Entdeckungsreise nach Einbruch der Dunkelheit hoch über dem Museum ließ er sich gerne gewinnen.

Verantwortlich für die sagenhafte Tour zeichnete Sylvia Oster von der Theatergruppe »ThedoBo«, als Regisseurin für den darstellenden Teil. Unterstützt wurde Oster durch einen erweiterten Schauspielerstab, von Pyrotechnikern und Beleuchtungsmeistern. Licht-und Toninstallationen unterstrichen die mystische Atmosphäre.

Die Besucher trafen auf einen Torwächter (Jörg Grunewald) auf dem Plateau, der ihnen zunächst den Eintritt verwehrte und später auf die schmalen Wege voller Gefahren hinwies. Begegnungen mit einem Kobold (Mareen Oster, siehe Foto rechts) im Baum, bengalisches Feuer auf dem Plateau und eine mit einem Fluch belastete Fee (Jasmin Fernau-Kolb) verwandelten den Glauberg in einen magischen Ort. Auf steilen, steinigen Wegen, umgeben von Geisterstimmen aus der Tiefe des Waldes, setzten die Besucher ihren Weg im Kegel der Taschenlampen fort.

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Unter den drei Hauptsagen, die erzählt wurden, fehlte die Geschichte von der feindlichen Übernahme der Glauburg nicht. »Bei der Eroberung ging es um Verrat«, sagte die Erzählerin Heike Schüssler. Ein Rohrbacher Mönch versprach dem Grafen von Büdingen, ihm bei der Zerstörung der Glauburg zu helfen, wenn dieser ihm aus den übrig gebliebenen Steinen ein Kloster baue. Die Glauburg wurde bis auf die Grundmauern zerstört – und der Mönch erhielt Kloster Konradsdorf.

Auf Trampelpfaden und beschützt von einem atemberaubenden Sternenhimmel, trafen die Besucher auf Sylvia Oster. Sie warnte als Geist der Vergangenheit vor dem kopflosen Reiter. »Wer den sieht, der lebt nicht mehr lange«, verriet sie. Selbst Live-Musik gab es im Wald zu hören, und auch die Begegnung von weiteren Kobolden blieb nicht aus.

Am Tag des offenen Denkmals, am 11. September, werden weitere Geschichten und Sagen zu hören sein. Dann liest Autorin Gabriele Beierlein im Museum aus ihren Büchern. (Fotos: Lori)

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Artikel vom 24.08.2011 - 12.46 Uhr
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