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Glauburg – "Keltenwelt" und Erholungsoase

Artikel vom 11.01.2008 - 18.00 Uhr

Glauburg – "Keltenwelt" und Erholungsoase

Glauburg ist ein malerischer Ort mit berühmter Vergangenheit. Die im Zuge der Gebietsreform 1971 aus den Ortsteilen Stockheim und Glauberg entstandene Gemeinde liegt nicht weit von der A 45 Gießen-Hanau am Schnittpunkt der Bahnlinien Frankfurt-Stockheim und Gießen-Gelnhausen. Das malerisch im Tal der Nidder gelegene Glauburg mit seinen 3500 Einwohnern besitzt eine gute Infrastruktur, die das Wohnen attraktiv macht. Im Landschaftsschutzgebiet rund um den Glauberg mit seinen ausgebauten Wanderwegen findet man Ruhe und Erholung vom Alltagsstress.

Glauburg Rathaus
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Rathaus
© Gemeinde Glauburg
Urkundlich erscheint Stockheim erstmals 1198; Glauberg wird im Jahre 802 erstmals erwähnt. Glauburg liegt am Fuße des Glaubergs, der der neuen Gemeinde den Namen gab. Die Befestigungsanlagen auf dem Glauberg sind seit langem bekannt. Die Funde belegen eine Besiedlung des Hochplateaus von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter. Der geschichtsträchtige Ort ist daher einer der bedeutendsten Siedlungsplätze in der Region. Durch den Sensationsfund eines Fürstengrabhügels mit mehreren Gräbern, einer Prozessionstrasse und den einmaligen Statuen ist Glauburg inzwischen weit über archäologische Fachkreise hinaus berühmt geworden. Glauburg ist Sitz des Vereins »Keltenwelten – Archäologische Stätten in Deutschland«. Zur Zeit befindet sich der »Archäologische Park Glauberg« im Aufbau. So entstanden bisher eine Rekonstruktion des keltischen Fürstengrabhügel und eines Teils der 350 Meter langen Prozessionstrasse. Ein kulturhistorischer Lehrpfad mit Beschreibung der archäologisch-historischen Details sowie naturkundlichen Besonderheiten führt die Besucher vorbei an mächtigen Ringwällen, einem riesigen keltischen Wasserreservoir, Teilrekonstruktionen aus der staufischen Zeit und weiteren baulichen Befunden aus den verschiedenen Besiedlungsepochen.

Am 1. September 2007 wurde die Rekonstruktion eines frühkeltischen Kalendariums eröffnet. Mit der Anlage ließen sich verschiedene astronomische Phänomene und der Jahresrhythmus bestimmen. Eine solche keltische Anlage und ihre Rekonstruktion ist in Europa einzigartig Die Fachwelt und die Politik haben dem Glauberg höchste Priorität eingeräumt, sodass die Pläne für den Bau eines Museums vor Ort Zug um Zug Gestalt annehmen. »Keltenwelt am Glauberg – Archäologischer Park, Museum, Forschungsinstitut« lautet der Name der neuen Einrichtung, die bis 2009 am Glauberg entstehen wird.

Zukünftige Nutzer der »Keltenwelt am Glauberg« werden die Archäologische und Paläontologische Denkmalpflege des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen sowie die Archäologische Park Glauberg (APG) gGmbH sein. Diese gemeinnützige Gesellschaft hat bereits in der Vergangenheit die Entwicklung und Pflege des Kulturdenkmals erfolgreich betrieben. Führungen für Erwachsene und spezielle erlebnispädagogische Angebote wie zum Beispiel »Lernen und Spaß – Archäologie und Geschichten zum Mitmachen und Weiterdenken« für Schulklassen und junge Besucher sind buchbar. In der Veranstaltungsreihe »Glauberg-Forum« werden die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Veranstaltungen und Informationen unter: www.glauberg.de, Tel. 06041/969550.

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