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44 000 Besucher seit Eröffnung des Glauberg-Museums

Artikel vom 08.08.2011 - 14.09 Uhr

44 000 Besucher seit Eröffnung des Glauberg-Museums

Glauburg (geo). Bereits über 44 000 Menschen haben seit der Eröffnung Anfang Mai die Keltenwelt am Glauberg besucht. Nun war Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) im Landesmuseum zu Gast, um nach 100 Tagen eine erste Bilanz zu ziehen und weitere Projekte vorzustellen.

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Freuen sich über die Plakette des Architekturpreises (v. l.): Egon Schallmayer, Vera Rupp und Eva Kühne-Hörmann. (Foto: Lori)
Laut Kühne-Hörmann sind mit dem Museum 41 Arbeitsplätze geschaffen worden. So seien 21 Gästeführer zwischen 18 und 70 Jahren als Honorarkräfte für das Museum tätig, der Besucherservice – ebenfalls auf Honorarbasis – beschäftige zehn Mitarbeiter. Weitere zehn Personen seien bei anderen Firmen angestellt, aber im Haus als Reinigungs-, Kassen- oder Aufsichtskräfte sowie im Bistro beschäftigt. »Es gibt keinen statischen Moment, im Museum ist immer Bewegung und Innovation spürbar«, sagte Kühne-Hörmann. Sie hoffe, dass die Besucherzahlen eine internationale Kategorie erreichen könnten. 370 Führungen seien bisher gebucht worden.

Gemeinsam mit Landesarchäologen Prof. Egon Schallmayer und Museumsleiterin Dr. Vera Rupp brachte die Ministerin im Foyer des Museums die Plakette des Architekturpreises »Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Land Hessen 2011« an. Das Gebäude war neben fünf weiteren Projekten unter 84 Vorschlägen ausgezeichnet worden.

Schallmayer sprach sich dafür aus, die Geschichte der Kelten in den Lehrplan einzubinden, um die Geschichte des Landes auf diesem Weg besser in Schulen abbilden zu können.

»Die Quote mit Besucherzahlen reicht nicht aus, wir müssen auch ein gutes Programm bieten«, sagte Rupp. Der fest angestellte Museumspädagoge Thomas Lessig-Weller leiste im museumspädagogischen Bereich sehr gute Arbeit, lobte sie.

Für ausländische Gäste attraktiver werden

Im Hinblick auf ausländische Besucher wies die Ministerin darauf hin, dass in Kürze Erläuterungstexte auch in englischer und französischer Sprache in der Ausstellung zur Verfügung stünden. Das derzeitige Sprachangebot bei Führungen (Deutsch, Englisch und Französisch) solle um Spanisch, Portugiesisch und Japanisch erweitert werden. In Arbeit seien ein mehrsprachiger Ausstellungskatalog und ein neuer Internetauftritt.

Laut Rupp haben die Übernachtungszahlen in Büdingen und den umliegenden Orten stark zugenommen; eine genaue Zahl nannte sie jedoch nicht. Eine verbesserte Autobahnbeschilderung und eine engmaschigere Beschilderung in der Region, auch in Gedern und Ortenberg, sind geplant.

»Die 17 Millionen Euro, die das Land seit Beginn der ersten Grabungen im Jahr 1984 am Glauberg investiert hat, sind sehr gut angelegtes Geld«, resümierte Kühne-Hörmann. Für die Entwicklung des Archäologischen Parks der Keltenwelt seien eine Reihe von Projekten vorgesehen. Nach den archäologischen Befunden solle das sogenannte Kalenderbauwerk modifiziert werden und ein zweiter Grabhügel ebenso rekonstruiert werden wie ein Teil der keltischen Mauer und ein keltisches Haus. Das Forschungszentrum werde seine Arbeit in der Vortragsreihe »Glauberg-Forum« präsentieren. Auf längere Sicht seien weitere Ausgrabungen geplant.

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