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Wenn im »Keller« mal eben die Welt untergeht

Artikel vom 04.02.2012 - 12.00 Uhr

Wenn im »Keller« mal eben die Welt untergeht

Friedberg (jw). Der »Keller« ist das Lieblingskind von Hans-Albert Wunderer. Der kleinste der vier Säle im Kinocenter Friedberg hat einen ganz eigenen Charme, schon wegen seiner quadratischen Ausmaße. Kinobetreiber Wunderer hat nun auch hier die neueste Technik einbauen lassen, fortan werden in allen Sälen digitale Filme gezeigt.

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Ein Kinosaal ganz alleine für den WZ-Redakteur: Auch im »Keller« des Kinocenters Friedberg werden nun digitale 3 D-Filme gezeigt. (Foto: Czempin)
Aber das ist nicht alles. »Hier kann man richtig Radau machen«, sagt Hifi-Fan Wunderer und deutet auf die Boxen.

Sechs Surround-Boxen an den Wänden, drei Boxen hinter der Leinwand und ein Subwoover sorgen für ein akustisches Spektakel. Wer sich hier auf der vier Meter großen Leinwand den Batman-Streifen »The Dark Night Rises« oder den demnächst anlaufenden Weltuntergangsfilm »Battleship« ansieht, kriegt mächtig was auf die Ohren und glaubt am Ende, er sei live dabei, wenn Hochhäuser zerbersten oder Außerirdische Schiffeversenken mit der US-Army spielen.

Als das »Studio« im Kinocenter Friedberg vor einem Jahr auf den neuesten Stand der Technik umgerüstet wurde, konnte Wunderer seinem Publikum das kleinste digitale Kino Deutschlands präsentieren. 80 Plätze gibt es im »Studio«. Zum Vergleich: In der »Blende« sind es knapp 100, im »Roxy«, dem größten Saal, rund 300. Der »Keller« mit seinen 48 Plätzen ist der kleinste Vorführraum und mutet fast wie ein gemütliches Wohnzimmer mit Großbildfernseher an. Nur sechs mal sechs Meter ist der Raum groß. Einen ähnlichen kubusförmigen Kinosaal kennt Wunderer nur noch vom Kölner »Cinedom«, wobei die dortige »Black Box« fast schon so groß wie das »Roxy« ist.

Der »Keller« hat seine eigene Geschichte. Als Wunderer vor 30 Jahren das Kinocenter übernahm, gab es hier tatsächlich nur einen Keller. Mit den starken Armen von drei Freunden und einem Presslufthammer wurde der Fußboden an der einen Seite einen Meter tiefer gelegt. »Früher war hier eine Müllkaute«, erzählt Wunderer. Unter Steinen und Bauschutt fand er jede Menge Müll, der zwei Lastwagen füllte.

Vergrößern ließ sich der Raum nicht. Auf der einen Seite liegt die Außenwand des Gebäudes, auf der anderen eine tragende Wand. Dahinter sind der neue Projektor, der Server und die Endstufe aufgebaut, 2800 Watt gibt die Anlage her.



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Artikel vom 04.02.2012 - 12.00 Uhr
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