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Sechs Gaststätten vorübergehend geschlossen

Artikel vom 07.02.2012 - 16.01 Uhr

Sechs Gaststätten vorübergehend geschlossen

Wetteraukreis (hed/prw). Die Lebensmittelüberwachung des Wetteraukreises hat vergangenes Jahr sechs Gaststätten sowie einen Obst- und Gemüseladen wegen mangelnder Sauberkeit schließen lassen. Sechs davon sind mittlerweile nach gründlicher Reinigung und Abschlusskontrolle wieder geöffnet.

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Hier ist alles o. k.: Lebensmittelkontrolleur Achim Nagel in einer Metzgerei in Büdingen.
Das geht aus einer Pressemitteilung des Wetteraukreises zum Jahresbericht des Fachdienstes Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung hervor. Namen von betroffenen Betrieben nennt der Kreis nicht.

In einem Fall hätten verdorbene Lebensmittel im Kühlschrank für einen erheblichen Fruchtfliegenbefall in der Küche gesorgt. Die 72-jährige Betreiberin sei offensichtlich überfordert gewesen. Umtriebiger war ein Schnitzelhaus-Betreiber: Er deckte seinen Pizzateig mit blauen Müllbeuteln ab und verkaufte in seiner verdreckten Gaststätte »Schafskäse« aus Kuhmilch.

Laut Bericht haben die Lebensmittelkontrolleure 2011 insgesamt 3051 Kontrollen in 2912 Wetterauer Betrieben durchgeführt und dabei 803 Proben entnommen. Bei geringfügigen Verstößen (zum Beispiel Kennzeichnungsmängel) wurden die Gastronomen lediglich belehrt, andere Beanstandungen (etwa bei erhöhtem Keimgehalt in der Schlagsahne) führten zu Bußgeldern. 19 Bescheide zwischen 150 und 4000 Euro wurden erlassen. Sie brachten dem Kreis Einnahmen von insgesamt 22 350 Euro. Bei 35 Prozent der Kontrollen seien geringe, bei 11 Prozent größere Mängel festgestellt worden. In 354 Fällen wurden kostenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen, die sich auf 12 460 Euro summierten.

Insgesamt, so die Kontrolleure, sei eine Verschlechterung der Hygiene in den Wetterauer Lebensmittelbetrieben feststellbar, insbesondere in der Gastronomie. Dies zeige sich auch an der Zunahme der kostenpflichtigen Verwarnungen. 66-mal hätten sich Verbraucher beim Kreis über übelriechenden Gouda oder Magenverstimmungen nach dem Restaurantbesuch beschwert.

Koch liegt im Lkw zwischen den Waren

Auch wurden 133 Lebensmitteltransporte auf den Straßen des Kreises kontrolliert. Auffallend sei gewesen, dass über die Hälfte der von der Großmarkthalle in Frankfurt kommenden Lkw ohne Kühlung unterwegs waren. So mussten knapp 260 Kilo teilweise angetaute Tiefkühlprodukte eines asiatischen Imbissbetriebs, der auf dem Weg zu einem Volksfest im Schwarzwald war, vernichtet werden. Der vermeintliche Koch hatte sich zwischen den Lebensmitteln auf einer Decke häuslich eingerichtet.

Nach dem EHEC-Fund im Erlenbach sei betroffenen Betrieben die Wasserentnahme zur Felderbewässerung und zum Tränken von Tieren vorübergehend untersagt worden. Auch habe man bei einen Saatguthersteller in der Wetterau Sprossenproben genommen und die Unbedenklichkeit abgeklärt. Viele besorgte Menschen hätten sich diesen Sommer bei der Behörde gemeldet. (Foto: prw)

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Artikel vom 07.02.2012 - 16.01 Uhr
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Leserkommentare
(08.02.2012 17:12)
Darkman
Ross und Reiter benennen !
Warum werden die betroffenen Betriebe nicht namentlich genannt?
Zumindest in den schwereren Fällen hielte ich das für absolut richtig.
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