Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Kreis » Städte und Gemeinden » Friedberg »

Orkantief »Xynthia« attackiert den Adolfsturm

Artikel vom 28.02.2010 - 19.44 Uhr

Orkantief »Xynthia« attackiert den Adolfsturm

Wetteraukreis (hed/har). Abgeknickte Bäume auf Straßen und Zuggleisen, heruntergefallene Ziegel und umherfliegende Gegenstände: Orkantief »Xynthia« hat am Sonntag im Rhein-Main-Gebiet für Dauereinsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. In der Wetterau mussten die Einsatzkräfte über 250-mal ausrücken, bilanzierte Dr. Reinhold Merbs, Leiter des Kreis-Katastrophenschutzes, am späten Nachmittag.
Lupe - Artikelbild vergrössern
In der Leitstelle in Friedberg wurden alle Schadensmeldungen koordiniert. »Alle Anrufer wurden automatisch an die Feuerwehren vor Ort weitergeleitet, sonst wäre unser Netz zusammengebrochen«, sagte Merbs. Er berichtete von mehreren Straßen, die wegen umgestürzter Bäume für Autofahrer gesperrt werden mussten. Betroffen waren aber auch die Zuggäste: So war der gesamte Verkehr auf der Main-Weser-Bahn für geraume Zeit eingestellt, wie ein Bahnmitarbeiter auf WZ-Anfrage mitteilte.

Ein aufsehenerregender Zwischenfall ereignete sich in Friedberg: Hier hatte der Sturm dafür gesorgt, dass die Spitze des Adolfsturms abbrach und herunterzustürzen drohte. Vor Ort war auch Bürgermeister Michael Keller und Wehrführer Bernd Wagner. Dieser ordnete zunächst die Absperrung des Areals sowie die Evakuierung des Turmschließerhauses und des danebenliegenden Gebäudes an. Die Bewohner kamen vorerst bei Verwandten und Bekannten unter.

»Wir können gar nicht viel machen und schon gar nicht auf den Turm, das ist derzeit viel zu gefährlich«, sagte Wagner mit Blick nach oben. Verständigt wurden auch die Stadtwerke, die das Gas im betroffenen Bereich abstellte, sowie der Bauhof, der die Zufahrten mit Gittern sperrte.

Glück im Unglück hatte der Fahrer des Autos, das unter diesem ungestürzten Baum in der Unteren Liebfrauenstraße stand. Es kam mi
Lupe - Artikelbild vergrössern
Glück im Unglück hatte der Fahrer des Autos, das unter diesem ungestürzten Baum in der Unteren Liebfrauenstraße stand. Es kam mit einer kleinen Beule davon.


Glück im Unglück hatte der Besitzer eines Ford Fiesta in der Unteren Liebfrauenstraße, wo eine große Tanne auf die Straße gestürzt war. Dabei wurde das Gartenhäuschen stark beschädigt, der Wagen jedoch kaum, da ein starker Seitenast nicht brach und wie eine Stütze wirkte. »Das Auto stand unter dem Baum, wurde vom Besitzer zurückgefahren und hat nur eine kleine Beule - das ist kaum zu glauben,« meinte ein Mitglied der Kernstadtwehr.

In Bad Nauheim und Umgebung wehte der Inhalt diverser Gelben Säcke, die zur Abholung am Straßenrand standen, durch die Gegend. In Rosbach war die Feuerwehr im Großeinsatz, um mehrere umgefallene Bäume am Grünen Weg in der Nähe der A 5 aus dem Weg zu räumen. Gegen 18 Uhr gab der Deutsche Wetterdienst in Offenbach Entwarnung für die unter 400 Meter liegenden Gegenden, darunter auch die Wetterau.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 28.02.2010 - 19.44 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang