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Ockstädter Nein zu Trinkwasserwünschen des Golfclubs

Artikel vom 06.03.2010 - 12.00 Uhr

Ockstädter Nein zu Trinkwasserwünschen des Golfclubs

Mengenmäßig sei das kein Problem, versicherte Ihl. »Die Menge kann so gesteuert werden, dass es Ockstadt nicht weh tut.« Und es werde nur so viel Wasser abgegeben, wie für die Stadt verantwortbar sei und nicht nach den Wünschen des Betreibers. Auch das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass beide Wässer trotz geringfügig unterschiedlicher Härtegrade untereinander mischbar seien, ohne dass der Verbraucher davon etwas bemerke. Schon jetzt werde Ockstadt bei Sanierungs- und Reinigingsarbeiten am Brunnen mit Ovag-Wasser versorgt.

Die Bedenken von Ortsbeirat und Bürgern konnten die Fachleute trotzdem nicht zerstreuen. Eine weitere Befürchtung ist das, was Weil »Salamitaktik« nannte. Nach und nach werde immer mehr Trinkwasser gefordert, die jetzige Menge sei noch nicht der Endpunkt. Nun muss sich der Magistrat erneut mit dem Antrag des Golfplatzbetreibers beschäftigt.



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Artikel vom 06.03.2010 - 12.00 Uhr
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Bauausschuss: Ja zur Wasserlieferung an Golfclub
Leserkommentare
(12.03.2010 20:35)
Sportler
Wer ist in Ockstadt wogegen ?
In der Sitzung des Ortsbeirats waren drei Zuschauer, die sich für das "Problem" interessierten. Kann es sein, dass da Leute gerne von einem Krieg schreiben würden, aber keiner geht hin?
(09.03.2010 16:56)
bla
Geniale Argumentationskette ..
Hat da vielleicht der Ockstädter Ortsbeirat neidvoll gegen den Golf spielenden und Natur schützenden Großteil der Bevölkerung entschieden und gefährdet damit gar den Erhalt eines Biotops und die Existenz von Kröten, Vögeln, Direktvermarktern und der Stadt Friedberg?
Droht jetzt Massenarbeitslosigkeit, auch über Ockstadt hinaus?
Wo heute kurzgeschorener Golfrasen im Sommer nach Wasser lechzt um grün zu bleiben, war vorher das, was jetzt als "Ausgleichsfläche" existiert. Und das ganz ohne künstliche Bewässerung!
Damit der Golfrasen grün bleibt werden, wie richtig erkannt, die "Teiche" gewaltsam trockengelegt und die bedauernswerten Kröten hüpfen dann im Takt der Ballabschläge durch die vertrockneten Ausgleichsflächen und vertreiben die Vögel?!
Und um die Kröten zu retten und die Vögel zu schützen ist es ja auch legitim, entgegen einer Absprache, Wasser aus dem Bach zu pumpen.
Wenn Ockstadt nunmal einen Brunnen hat und das Wasser nunmal zum Klospülen und Autowaschen benutzen möchte, dann könnte ja der Betreiber entweder tiefere oder größere Teiche baggern oder den Anteil an kurzgemähter Rasenfläche verringern.
Möglicherweise ist das Ockstädter Schwimmbad deswegen noch nicht geschlossen, weil das Quellwasser eben nicht zum Bewässern von "Ausgleichsflächen" genutzt wird.
Und vielleicht gibt es deshalb Obst aus Ockstadt, weil mit dem Bachwasser nicht der Golfrasen gewässert wird.
(08.03.2010 18:04)
B:Messerschmidt
Schlecht so !
Vielleicht war es der falsche Ansatz des 1. Stadtrates bzw. die irrige Berichterstattung, welche den Wunsch nach mehr "Greenfeespielern" in den Mittelpunkt stellte.
Vielleicht war es auch der Begriff " Trinkwasser", der suggeriert, dass die Ockstädter Bevölkerung im nächsten Sommer verdurstet. Dem ist sicher nicht so. Mit dem gleichen Nass werden im Sommer z.B. Gärten gesprengt, Autos gewaschen und Toiletten gespült. Und noch was. Wenn wir eine Trinkwasserknappheit hätten, wäre das Ockstädter Schwimmbad schon längst geschlossen !
Es geht dem Golfclub, bzw. dem Betreiber unter anderem darum, die Neuanpflanzungen, die als Vorgabe des Bebauungsplanes gefordert waren, über Ausnahmesommer zu bringen, wie sie in 2007 und 2008 Tatsache waren.
Des Weiteren gilt es auch, einen sogenannten "weichen Standortfaktor" von hoher Qualität zu erhalten.
Auch glaube ich nicht, dass die Ockstädter Direktvermarkter und Ladenbesitzer, die im Sommer viele Golfer zu ihren Kunden zählen, über weniger Frequenz glücklich wären.
Leider leben wir in einer Neidgesellschaft und das wird bei dieser Entscheidung deutlich.
Werden im Herbst von den gleichen Leuten, die sich in Leserbriefen gegen die Wasserlieferung aussprechen, Kröten über die Strasse getragen um diese zu retten, lässt man die gleichen Tiere auf dem Golfplatz in trockenen Teichen verenden.
Fordert man heutzutage in Neubaugebieten die Anlage von Biotopen, werden diese auf dem Golfplatz im Sommer mit Gewalt trockengelegt und die im Frühjahr reichlich vorhandene Vogelwelt vertrieben.
Und noch etwas. Wenn der vorige Kommentator fragt, wo die Arbeitnehmer ( Friedberg ? ) herkommen zeigt, dass er offenbar nicht über den Horizont von Ockstadt hinwegsieht.
Steuern von Mitarbeitern des Golfplatzes und der Gastronomie kommen allen Friedbergern und der Stadt zu Gute.
Fazit: Die Entscheidung des Ortsbeirates war kleinkariert, unflexibel und rückwärtsgewandt.
Sie spiegelt meines Erachtens nicht die Meinung eines Großteils der Bevölkerung wieder, die gerade im Sommer auf der Aussichtsterrasse gerne den schönen Ausblick genießen und dort Familienfeiern abhalten.
(06.03.2010 20:35)
bla
Gut so!
Es ist unglaublich, dass der Magistrat das Trinkwasser der Bevölkerung für die Bewässerung "eines der attraktivsten Golfplätze" Deutschlands verteilen will!
Und das nur um noch mehr "Golfer" auf den Golfplatz zu bringen!
Das bedeutet:
- mehrVerkehr
- breitere Straße
- größeren Parkplatz
- mehr Gäste
- mehr Energieverbrauch für die Bewirtung
für wieviele Arbeitsplätze (mit Arbeitnehmern aus Friedberg)?
Irgendwie ist es auch unverschämt, eine Abmachung nicht einzuhalten und Wasser aus dem Bach zu entnehmen!
Ockstadt - echt gut gemacht!
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