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Heilig-Geist-Kirche: Nach tristem Grau viel Licht und helle Farben

Artikel vom 20.08.2010 - 22.00 Uhr

Heilig-Geist-Kirche: Nach tristem Grau viel Licht und helle Farben

Friedberg (pmr). Schon 1989 war man sich bei den Gremien der katholischen Kirchengemeinde einig, dass die vor 50 Jahren am 28. August 1960 eingeweihte Heilig-Geist-Kirche einer Gesamtrenovierung bedarf, die, entsprechend den zur Verfügung stehenden Mitteln, von außen nach innen durchgeführt werden sollte.
Licht und Farbe dominieren nach der Gesamtrenovierung.
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Licht und Farbe dominieren nach der Gesamtrenovierung.
Damals hatte die Renovierung samt Anbau des Pfarr- und Jugendheimes (heute Albert-Stohr-Haus) allerdings Vorrang.

In den Jahren 1995 und 2000 ist aus finanziellen Gründen die Umgestaltung der Heilig-Geist-Kirche mit Teilung der hinteren Hälfte und Schaffung eines Saales im Erdgeschoss und über diesem Saal mit der Schaffung von Räumen für die Pfarrgemeinde sowie für den Caritasverband und das Dekanat - und sogar einmal die Schließung des Gotteshauses - diskutiert worden. Wichtigste Botschaft von Pfarrer Michael Ritzert und den Pfarreigremien war in der Folge, dass die Heilig-Geist-Kirche nicht nur als das einzige große Gotteshaus für die fast 5000 Mitglieder zählende katholische Gemeinde erhalten bleiben und umfassend saniert werden müsse. Es wurde schließlich Juli 2001, bis mit der umfassenden Renovierung des Gotteshauses begonnen wer- den konnte.

In der Zwischenzeit hatte sich der bauliche Zustand der Kirche dramatisch verschlechtert. Besonders die prekäre Lage bei den Schäden am Dach, bei dem der Flickenteppich teilweise kaum noch ein Fleckchen der ursprünglichen Dachhaut preisgab, führte immer wieder dazu, dass sich bei Regen in den Kirchenraum »Ströme von Wasser aus lichten Höhen ergossen«, so die Pfarreiverantwortlichen. Außerdem hatte das eindringende Wasser an Dachbindern Korrosionsschäden mit Pilzbefall verursacht.

Nachdem vom Finanzdezernenten der Diözese Mainz grünes Licht gegeben worden war, begannen die Arbeiten im Juli 2001 mit der Außenrenovierung. Das marode Kirchendach erhielt eine neue Kupferhaut und sei, so damals der Architekt Winfried Bell, »für die nächsten 100 Jahre dicht«. Die Mauern samt Sakristeianbau wurden neu verputzt, erhielten eine Wärmedämmung und wurden farblich gestaltet. Darüber hinaus wurde der Kirchenvorplatz neu gestaltet, die Eingänge mit rollstuhl- und kinderwagengerechten Zugängen versehen und die die ganze Eingangsfassade des Gotteshauses verdeckenden riesigen Platanen durch Kugelahornbäume ersetzt. An der Südseite wurde eine Fotovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 2 kW installiert. Der erste Sanierungsabschnitt war im November 2001 weitgehend abgeschlossen.

Im Frühjahr 2002 wurden die Planungen für die Innenrenovierung konkretisiert, wobei es um die künstlerische Gestaltung der Kirchenfenster ging. Zunächst wurden Ende 2002 die alten Fenster aus- und die äußere Schutzverglasung eingebaut. Im Juni 2003 begannen die Innenrenovierungsarbeiten. Dabei wurde die Elektroinstallation erneuert, ein Beleuchtungsplan erstellt und neue Leuchtkörper aufgehängt sowie eine neue Lautsprecheranlage und eine elektrische Liedanzeige installiert.



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