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Heilig-Geist-Kirche: Nach tristem Grau viel Licht und helle Farben

Artikel vom 20.08.2010 - 22.00 Uhr

Heilig-Geist-Kirche: Nach tristem Grau viel Licht und helle Farben

Die bisher in tristem Grau gehaltenen und durch Wassereinbrüche stark beschädigten Wände wurden farblich hell gestaltet. Die kleinen Bildtafeln des Kreuzweges, den die Friedberger Künstlerin Elfriede Böhmer geschaffen hat, wurden gerahmt und an den Seitenwänden angebracht. Auch neue Apostelleuchter wurden an den Seitenwänden installiert. Darüber hinaus wurde der Altarraum umgestaltet mit Neuanordnung von Ambo, Evangeliar- und Tabernakelstele. Der Rundgang um den Chorraum wurde aufgefüllt und auf die Ebene der Altarinsel angehoben, so dass ein großes Altarplateau entstand. Der Taufstein wurde umgestaltet und als Taufbrunnen verlebendigt.

Neben den Natursteinarbeiten bildete einen besonderen Höhepunkt der Innenrenovierung die Kunstverglasung der Fenster, die die Heilig-Geist-Kirche zu einem Ort bedeutender Glaskunst macht. Die Botschaft des mit der Gestaltung beauftragten Glaskünstlers Graham Jones aus London war, Licht und Farbe in die von hohen Mauern dominierte Kirche zu bringen. Die Gesamtkosten der Renovierung betrugen 1,225 Millionen Euro, von denen die Pfarrgemeinde rund 250 000 Euro als Eigenanteil aufbringen musste - und damit etwa genauso viel, wie der Kirchenneubau vor 50 Jahren insgesamt gekostet hatte.

Pfarrer Ritzert war begeistert über das große Engagement der Pfarrangehörigen und anderer Unterstützer, die mit vielfältigen Aktionen beim Renovierungsende im Juli 2004 bereits 200 000 Euro auf das Spendenkonto gebracht hatten. Im Dezember 2003 stand die Kirche wieder für Gottesdienste und Konzerte zur Verfügung, und Karl Kardinal Lehmann kam am 4. Adventsonntag nach Friedberg, um mit der Segnung von Taufbrunnen und Ambo die Heilig-Geist-Kirche wieder ihrer Bestimmung zu übergeben.

Selten sei in einer Kirche der Weg von der etwas tiefer als die Kirche am Grund stehenden Taufkapelle hin zum Ziel des christlichen Lebens, dem Altar, so deutlich betont wie in der Friedberger Heilig-Geist-Kirche, sagte er. Bei der Erneuerung von Heilig-Geist in Friedberg sei etwas Einzigartiges gelungen. Auch die Pfarrangehörigen waren begeistert über das gelungene Werk, das die zeitweise kaum mehr geschätzte Kirche deutlich an sakraler Würde gewinnen und stärker zu einer ansprechenden Heimstatt für die christliche Gemeinde werden ließ.

Aktuell sind Verantwortliche und Pfarrangehörige dankbar, dass sie am 28. August mit Kardinal Lehmann das 50-jährige Weihejubiläum feiern dürfen.



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Artikel vom 20.08.2010 - 22.00 Uhr
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