GEW: Kultusministerium muss Verantwortung übernehmen
Friedberg (pm). »Es ist endlich Zeit, dass das hessische Kultusministerium seine Verantwortung wahrnimmt und Frau Bierbach-Müller dort unterbringt, wo Konflikte an der Schule nicht vorprogrammiert sind.« Mit dieser Forderung reagiert der Kreisvorsitzende der Friedberger Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Uwe Hartwig, auf die Meldung, Frau Bierbach-Müller solle stellvertretende Schulleiterin an der Gesamtschule Konradsdorf werden.
Hartwig begründet seine Forderung damit, Frau Bierbach-Müller sei seinerzeit gegen etliche Bedenken - u. a. des Schulträgers - der Adolf-Reichwein-Schule vom Kultusministerium als Schulleiterin von außerhalb aufgezwungen worden. Nach ihrem Scheitern an der Adolf-Reichwein-Schule in Friedberg solle nach Hartwigs Meinung nun auch das Kultusministerium eine konfliktfreie Weiterverwendung suchen. Deshalb sei auch Frau Bierbach-Müllers Rückkehr an die Adolf-Reichwein-Schule ausgeschlossen. Schließlich habe sich Frau Bierbach-Müller selbst in dieser Schule verabschiedet mit der - sinngemäßen Begründung - sie wolle Platz machen, um der Entwicklung der Schule nicht im Wege zu stehen. Für die GEW sei damit klar, dass sie im hiesigen Aufsichtsbereich nicht konfliktfrei eingesetzt werden könne. Das Kultusministerium, das sich die Verwendung von Schulleitern ausdrücklich selbst vorbehalten habe, sei nunmehr »in der Pflicht, den Aufsichtsbereich vor weiterer personeller Unruhe zu bewahren«, heißt es in der Erklärung der GEW.