Friedberg (ütz/ini). Der Bahnhof und dessen Zustand beschäftigt die Stadt und die Bürger seit Jahren. Ein Architektur- und ein Ingenieurbüro haben in gemeinsamem Auftrag von Stadt Friedberg, Bahn, RMV, VGO und Wirtschaftsförderung Wetterau eine Machbarkeits- und Finanzierungsstudie erarbeitet, die sich auf den Gesamtkomplex bezieht. Darin werden Vorschläge für die Maßnahmen gemacht und die Kosten aufgelistet.
Soll umgestaltet werden: das Bahnhofsgebiet. Wann dies geschieht, steht nicht fest. (Foto: N. Merz)
Dazu gehören beispielsweise ein Busbahnhof, Fahrradständer und oder die Barrierefreiheit bis zu den Bahngleisen sowie der Durchstich unter den Gleisen nach Fauerbach. Das Thema war auch Gegenstand der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Dabei wies Bürgermeister Michael Keller auf die Studie hin. Nähere Angaben zu den ins Auge gefassten Maßnahmen machte er auf Nachfrage der WZ nicht: Alle Auftraggeber wollten sie gemeinsam vorstellen; dazu sei noch eine Abstimmung nötig.
Allerdings, so der Bürgermeister - und dies hatte er auch in der Ausschusssitzung erklärt -, bleibe es abzuwarten, ob sich dann in absehbarer Zeit tatsächlich im Bahnhof Grundlegendes ändert. »Unsere Erfahrungen mit der Bahn sind, dass alles, was Geld kostet, sozialisiert wird, die Gewinne aber privatisiert werden«, dämpfte Keller vorschnelle Hoffnungen darauf, dass das Bahnhofsgelände zu einem der Vorzeigeorte der Kreisstadt wird.
Bauamtsleiter Dr. Werner Braam wies in der Ausschusssitzung darauf hin, dass sich der laufende Bauantrag der Bahn lediglich auf das Bahnhofsgebäude bezieht. Dort sollen energetische Maßnahmen wie Erneuerung der Fenster und Heizung vorgenommen werden; außerdem wird eine McDonald’s-Filiale dort ansiedeln. Diese Umbaumaßnahmen hätten durchaus positive Auswirkungen auf Bahnkunden und Bahnhofsbesucher. Die Halle werde freundlicher und besser heizbar.