Friedberg (ütz/pm). Als »sinnvoll und notwendig« hat angesichts des seit 1. März laufenden Anhörungsverfahrens der Sprecher der Bürgerinitiative ProFauerbach, Manfred Witt, die Teilortsumgehung Fauerbach bezeichnet. Sie sei eine zentrale Maßnahme zur Verkehrsberuhigung.
Frieda Fartaczek-Witt und Rudi Appel von der BI mit Infoblatt und Postkarte. (Foto: pv)
Witt weist darauf hin, dass die Umgehungsstraßenbefürworter eine Postkartenaktion zur Werbung für das Projekt gestartet haben. Witt: »Wir haben dabei ganz Fauerbach im Blick, nicht allein einzelne Straßenabschnitte.«
Ziel sei es, dass zwei beruhigte Bereiche in Fauerbach geschaffen werden. Dies seien einmal »Alt-Fauerbach«, also die Dorheimer Straße mit ihren Nebenstraßen und der »deutlich entlasteten« Haupt- und Fauerbacher Straße. Zum anderen gehe es um das Neubaugebiet in Richtung Hauptfriedhof, aus dem sich vor allem kritische Stimmen gegen das Straßenbauprojekt zu Wort gemeldet hätten. »Wir können nachweisen, dass ein Großteil in Fauerbach einen Mehrwert von der Straße haben werden«, so Witt.
Die Dorheimer Straße werde nach dem Bau der Teilortsumgehung künftig keine Durchgangsstraße mehr sein. Dadurch werde sich dauerhaft die Verkehrssituation für die Nebenstraßen wie Über dem Wehrbach, Bügelstraße oder Am Runden Garten verbessern. Sie wären künftig keine Schleichwege mehr, das Verkehrsaufkommen werde sich deutlich verringern, und die Straßen würden sicherer. »Wir würden endlich ein Dorfzentrum erhalten, in dem wir aufatmen können, in dem unsere Kinder gefahrlos spielen können und in dem ältere Menschen die Straßen wieder sicher überqueren können«, meint Witt.
Der Durchgangsverkehr würde zwischen der Metzgerei Herold und der Firma Opel Kuhl deutlich reduziert. Die Teilortsumgehung wäre im Gesamtkonzept der neuen B 3 und der künftigen B 455 eine »höchst sinnvolle Ergänzung« und würde ihrer zentralen Aufgabe, bisherige Durchgangsverkehre aufzunehmen, gerecht.
Die BI ProFauerbach spreche sich in diesem Zusammenhang für eine Ausweitung der Tempo-30-Zone von der Görbelheimer Hohl bis zur Ecke Fritz-Reuter-Straße aus. Rudi Appel von der BI verweist hier auf Beispiele anderer Gemeinden entlang der B 275 zum Beispiel Ober-Florstadt und Selters. Wichtig sei auch, dass der Lkw-Verkehr von Ossenheim stärker als bisher durch die Görbelheimer Hohl geleitet wird. Ein erster Schritt hierzu sei durch eine kürzlich angebrachte Beschilderung unternommen worden. Von besonderer Wichtigkeit sei für die Befürworter der Teilortsumgehung eine klare Verkehrsanbindung des im nördlichen Teil Fauerbachs gelegenen Neubaugebiets. Die Erschließung über die Städter Straße habe einen provisorischen Charakter.