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Andre Steyer: Mit eigenen Songs in den Schlagerhimmel

Artikel vom 26.01.2012 - 15.41 Uhr

Andre Steyer: Mit eigenen Songs in den Schlagerhimmel

Friedberg (sda). Auf den ersten Blick wirkt Andre Steyer wie ein ganz normaler junger Mann. Doch der 19-Jährige hat eine ungewöhnliche Leidenschaft: Als Schlagersänger stand er schon unzählige Male auf der Bühne. Jetzt träumt er davon, als Musiker den Durchbruch zu erlangen.

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Andre Steyer ist noch neu im Geschäft, aber er weiß: Er will seinen Lebensunterhalt als Schlagersänger verdienen. (Foto: pv)
Der in Bad Nauheim geborene Sänger ist auf dem besten Weg dorthin: Seit September ist er bei dem Label Dynasty Records unter Vertrag und hat bereits seine erste Single aufgenommen.

Studioaufnahmen, Proben und Auftritte bei Konzerten gehören zum Alltag von Andre Steyer – dafür fährt er regelmäßig mit dem Zug vom heimischen Friedberg nach Gröbenzell in Bayern, dem Sitz seines Managements. Und das ist alles andere als einfach. Denn nebenher macht Steyer sein Abitur – an einer Fernschule. So könne er sich die Zeit besser einteilen und in der Bahn lernen. »Mein Terminkalender ist nämlich voll«, sagt er. »Aber ich habe es mir ja so ausgesucht«.

Denn Musik war schon immer seine Leidenschaft. »Mit sieben Jahren habe ich die ersten Platten von meiner Oma geklaut«, erzählt er. »Meistens Sachen von Elvis.« Zwar sei der US-Sänger noch immer ein Vorbild, Steyer hat sich aber einer anderen Musikrichtung verschrieben: »Wenn man deutsche Texte singt, kann man seine Gefühle viel besser ausdrücken«, findet er. Dass die Liebe zum Schlager eher untypisch für junge Menschen sei, stört ihn nicht. »Ich bin damit aufgewachsen.« Auch seine Mutter sei Schlagerfan. Schon als Kind habe er mit ihr den »Musikantenstadl« geschaut. »Das hat mich sehr geprägt.« Zwar höre er in seiner Freizeit auch gerne Popmusik oder tanzt in der Disco zu Techno-Beats, für ihn steht jedoch fest: »Wenn ich Musik mache, dann Schlager.« Denn Schlager sei mehr als kommerzielle Unterhaltungsmusik: »Es ist ein Stück deutsche Kultur«, findet der junge Mann.

Auf der Singbergschule viel gelernt

Bereits mit sieben Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne – bei einer Familienfeier. Die ganze Familie sei begeistert gewesen. Das junge Talent fördernd, schickten die Eltern ihn auf die Wölfersheimer Singbergschule. Dort wurden auch die Lehrer schnell hellhörig, wenn der Schüler seine Stimme präsentierte: »Meine Lehrer haben mich sehr gefördert«, erzählt Steyer. So kam eins zum anderen: Nach kurzer Zeit sang er in Schulband und Chor, Auftritte vor mehreren Hundert Zuschauern standen an. »Ich kann gar nicht sagen, wie viele es insgesamt waren.«

Seinen Musikgeschmack habe er dabei nie verheimlicht: »Für meine Musik habe ich mich nie geschämt. Am Anfang hatte ich nur etwas Angst, dass ich gemobbt werde.« Doch im Gegenteil: Seine Mitschüler seien begeistert gewesen: »Sie hatten sogar Sachen von mir auf ihren MP3-Playern«, erzählt er.



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