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Altstadtsanierung voraussichtlich bis 2014

Artikel vom 11.03.2010 - 11.25 Uhr

Altstadtsanierung voraussichtlich bis 2014

Friedberg (ütz). Ein Kapitel der Stadtgeschichte, das wie kaum ein zweites die Gemüter in Friedberg bewegte und bewegt, würde - wenn es wie vor 25 Jahren geplant liefe - in ein paar Tagen abgeschlossen: die Altstadtsanierung.
Das Gelände der Maschinenfabrik Reuss: Es stellt einen Schandfleck dar, und die maroden Gebäude sollen bald unter dem Einsatz vo
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Das Gelände der Maschinenfabrik Reuss: Es stellt einen Schandfleck dar, und die maroden Gebäude sollen bald unter dem Einsatz von Sanierungsmitteln abgerissen werden. (Foto: Schütz)
Sie wurde am 31. Januar 1985 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und trat mit einigen Umwegen am 18. März desselben Jahres in Kraft. Sie war damals auf exakt ein Vierteljahrhundert angelegt und würde also am Donnerstag nächster Woche auslaufen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Von einem Ende der Sanierung kann keine Rede sein. Gegenwärtig geht man bei der Stadt - aber auch dies nur mit Vorbehalt - von einem Abschluss Ende des Jahres 2014 aus.

 

Dass dem so ist, liegt daran, wie Bürgermeister Michael Keller erläutert, dass es noch Bewilligungsgelder des Landes gibt, die noch für private und öffentliche Investitionen verwendet werden. Die Sanierung läuft also weiter, und sie wird zunächst einmal in diesem Jahr eine einschneidende Änderung im Stadtbild bringen: Die maroden und zum Teil schon ruinenhaften Gebäude auf dem Gelände der Maschinenfabrik Reuss werden abgerissen; außerdem ist vorgesehen, das Garagenensemble in der Haagstraße 17 hinter dem ehemaligen Rathaus in der Bismarckstraße dem Erdboden gleichzumachen. Dazu kommen eine Reihe kleinerer Maßnahmen.

Für diese und für die beiden Abrisse werden Gelder aus dem Sanierungstopf verwendet. Er wird allerdings immer wieder durch die - von den Sanierungsbetroffenen ungeliebten - Ausgleichszahlungen nachgefüllt. Sie werden für sanierungsbedingte Wertsteigerungen der Grundstücke (und nur der Grundstücke, nicht das, was darauf steht) erhoben und geben Anlass für Kritik - und möglicherweise auch für gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen den Betroffenen und der Stadt.

Wie Bürgermeister Keller mitteilt, wurden bislang mit rund 80 Grundstückseigentümern Vereinbarungen zur vorzeitigen Entlassung aus der Sanierung getroffen. Dies bedeutet, dass sie die Ausgleichszahlungen schon leisteten und dabei mit 5 Prozent pro Jahr »abgezinst« wurden. Dabei wurde das Jahr 2010 als Sanierungsende angenommen. Wer also zum Beispiel 2005 aus der Sanierung entlassen wurde, sparte 25 Prozent der eigentlich zu zahlenden Summe.

»Auf die Abzinsung gibt es aber keinen Rechtsanspruch; es handelt sich um eine freiwillige Leistung der Stadt«, erläutert Keller. Man werde jetzt verstärkt Gespräche mit Eigentümern suchen, deren Grundstücke ebenfalls schon jetzt aus der Sanierung entlassen werden können, sagen Bauamtsleiter Dr. Werner Braam und Keller. Dazu werde jedes einzelne Grundstück daraufhin überprüft, ob hier noch Maßnahmen erforderlich wären oder ob für es eine Ablösevereinbarung infrage kommen könnte.



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Artikel vom 11.03.2010 - 11.25 Uhr
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