Kultur gilt heute als eminent wichtiger Standortfaktor im Konkurrenzkampf der Metropolen. Keine andere Stadt in Deutschland gibt - pro Kopf gerechnet - zwar so viel Geld für Kultur aus wie Frankfurt. Allerdings handelt es sich dabei vor allem um »Hochkultur« wie Oper, Schauspiel oder Museen. Der »Kultur-Campus« könnte jetzt für eine jüngere Kulturszene aus Musik und Tanz ein angemessenes Forum werden, die trotz überregionalen Renommees bisher in Frankfurt kaum richtig wahrgenommen wurde.
Hoffmann, bundesweit mit dem von ihm kreierten Begriff »Kultur für alle« berühmt geworden, sieht darin eine große Chance für die Verwirklichung seiner alten Ziele. Nicht nur der »Kultur-Campus«, sondern auch die Goethe-Universität müsse sich aber auf ihrem neuen Campus mehr zur Stadt hin öffnen, fordert er. »Dann kann davon eine Sogwirkung ausgehen.«