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Pfarrer Markus Stabel will Brückenbauer sein

Artikel vom 19.01.2012 - 17.20 Uhr

Pfarrer Markus Stabel will Brückenbauer sein

Florstadt/Niddatal/Reichelsheim (nol). In einem festlich geprägten Gottesdienst in der St.-Willigis-Kirche in Nieder-Florstadt ist Pfarrer Markus Stabel am Sonntag in sein Amt als neuer Seelsorger der Pfarreien St. Maria Magdalena Dorn-Assenheim und St. Nikolaus Wickstadt eingeführt worden.

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Dekan Wolfram Schmidt (l.) überreicht Pfarrer Markus Stabel das Evangelienbuch.
Dekan Wolfram Schmidt eröffnete die Messe mit der Verlesung der Ernennungsurkunde von Karl Kardinal Lehmannn und des Amtsversprechens, das Stabel mit den Worten »Ich bin bereit« und dem Glaubensbekenntnis beantwortete. Symbolisch übergab Schmidt ihm Kirchenschlüssel, Kelch, Hostienschale und Evangelienbuch. Der Feier wohnten auch die Bürgermeister Herbert Unger (Florstadt) und Bertin Bischofsberger (Reichelsheim) bei, befreundete Seelsorger, außerdem Gäste aus den Gemeinden, in denen Pfarrer Stabel tätig war, Freunde und Verwandte aus der Heimat, Kommunionkinder und fast 400 Besucher. Bereichert wurde der Gottesdienst durch den Kirchenchor der Pfarrgemeinde Wickstadt unter Leitung von Anette Karhof.

In ihrer Begrüßung sagen die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Jürgen Michalak (Dorn-Assenheim) und Hermann Rau (Wickstadt) Stabel eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu. Claus Pfeiffer vom Verwaltungsrat der Pfarrei Wickstadt erinnerte daran, dass Stabel die Verantwortung für eine der ältesten Gemeinden der Diözese Mainz übernimmt, deren Wurzeln noch in die Zeit vor dem heiligen Bonifatius zurückreichen. Alois Hobler, der Vize-Vorsitzende des Verwaltungsrates der Pfarrei Dorn-Assenheim, sagte: »Wir vertrauen Ihnen eine stilgerecht renovierte Kirche mit einer neuen Orgel an, ein vollständig renoviertes Pfarrhaus, ein gut ausgestattetes Pfarrheim, eine Bücherei und eine Kindertagesstätte mit anerkannter Betreuung.« Wie Pfeiffer versicherte er, Stabel bei den bevorstehenden Aufgaben zu unterstützen.

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Beim Empfang im Saal Lux wird Pfarrer Markus Stabel Amtskollegen sowie Vertretern von Vereinen und Politik herzlich empfangen. (Fotos: Nolte)
Mit zwei Lesungen bereicherte Verwaltungsrat Elmar Karhof den beeindruckenden Gottesdienst, der mit der Predigt von Pfarrer Stabel seinen Höhepunkt fand. Stabel ging zunächst auf seine Berufsgeschichte ein und erzählte, dass er nach langem Ringen seinen alten Beruf an den Nagel gehängt habe und sich 2007 seinen Herzenswunsch erfüllen konnte: Landpfarrer werden. Als er 2011 nach einer Umstrukturierung der Erzdiözese München Freising die Leitung des Pfarrverbands Schweitenkirchen abgeben musste, wandte er sich an das Ordinariat in Mainz. Getragen von einem starken Willen und einem »unverschämten Gottvertrauen« wurde ihm seine jetzige Stelle angetragen. Er sei dankbar, hier sein zu dürfen, sagte Stabel, und sehr zuversichtlich, eine längere Wegstrecke seines Lebens mit den Menschen der Pfarrgruppen zu gehen. Stapel betonte, er sehe sich als Brückenbauer: Er wolle die Pfarreien näher zusammen bringen, auf die evangelischen Schwestern und Brüdern zugehen und Brückenbauer sein für die Menschen, die von Gott und der Kirche enttäuscht wurden.

Einstudiert von Gitta Schwebel, Silke Kettermann und Daniela Michalak stellten Kinder und Jugendliche mit Texten und Musik ihre Gemeinden vor und resümierten: »Unsere Gemeinde ist wie ein Orchester: Wir brauchen die klaren Töne genauso wie die verbindenden, die Melodie genauso wie den richtigen Rhythmus. Wir können auf keine Stimme verzichten.« Dann überreichten sie Stabel einen Taktstock, verbunden mit dem Wunsch, es möge ihm gelingen, als Dirigent alle Stimmen einzusetzen, um eine harmonische Melodie in den Pfarrgruppen erklingen zu lassen.

Danach lud Stabel zum Empfang ein. Im voll besetzten Saal Lux überbrachten ihm die vielen Amtskollegen sowie Vertreter von Politik und Vereinen ihre Glückwünsche.

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Artikel vom 19.01.2012 - 17.20 Uhr
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