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Pappeln am Sportplatz sind gefällt worden

Artikel vom 23.02.2010 - 12.25 Uhr

Pappeln am Sportplatz sind gefällt worden

Florstadt-Staden (sl). Zu Kleinholz verarbeitet wurden dieser Tage die Pappeln am Sportplatz in Staden. Bürgermeister Herbert Unger (SPD) hatte nach Rücksprache mit dem Verein alle zehn Bäume fällen lassen. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gewährleistet gewesen, begründete der Rathauschef die Fällung.
Zu hohes Risiko: Die zehn Pappeln am Sportplatz in Staden sind wegen Astbruchgefahr gefällt worden. 	(Foto: Lutz)
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Zu hohes Risiko: Die zehn Pappeln am Sportplatz in Staden sind wegen Astbruchgefahr gefällt worden. (Foto: Lutz)
Noch in diesem Frühjahr sollen Ersatzpflanzungen erfolgen, um am Sportplatz bald wieder Schattenspender zu haben. Nachdem im vergangenen Jahr ein großer Ast die Windschutzscheibe eines darunter parkenden Fahrzeugs durchschlagen hatte, sei die Fällung unumgänglich gewesen, sagte der Bürgermeister.

Manfred Walther, Vorsitzender des Sportvereins Teutonia Staden, hatte immer wieder über die Wurzeln geklagt, die an der Oberfläche des Sportplatzrasens zum Vorschein kamen, was zu nicht unerheblichen Verletzungen einiger Spieler geführt habe. Die Wurzeln seien dann entfernt worden, was nicht unbedingt förderlich für die Standfestigkeit der Bäume gewesen sei, weiß Unger heute. Außerdem hätten die Pappeln ihrem Umfeld enorm viel Wasser entzogen, worunter die Rasenqualität zusätzlich gelitten habe, sagte Walther.

»In Florstadt wird kein Baum gefällt, ohne dass nicht mindestens ein neuer gepflanzt wird«, sagte Unger. Welche Baumarten in Kürze gesetzt werden, ist bislang noch nicht entschieden - neue Pappeln sollen es allerdings nicht sein, habe die Naturschützbehörde entschieden. Sie würden als »standortfremd« gelten. Unger jedoch kann der Argumentation der Naturschutzbehörde nicht ganz folgen: »Ein Baum, der sich hier 50, 60 oder 70 Jahre prächtig entwickelt hat, kann das ja wohl nicht einem verkehrten Standort verdanken.« Er sei ein bekennender Freund der Pappeln als schnell wachsende Schattenspender - und das gelte nicht nur für die »politischen Pappeln in Ober-Florstadt«, die sich in der Einflugschneise zum Verkehrslandeplatz Reichelsheim befinden. Im Rathaus ist klar, dass es schon bald adäquate Ersatzpflanzungen geben wird. Ähnlich wie am Sportplatz in Stammheim will man die neuen Bäume dann jedoch weiter entfernt von der Außenlinie pflanzen.

Unger: »Das Risiko war zu hoch«

Dass jedoch Bäume mit der Zeit immer anfälliger gegen Astbruch werden, ist auch dem Rathauschef bekannt - ebenso die Tatsache, dass Stürme mit orkanartigen Böen in der Vergangenheit im nahen Stadener Park uralte Eichen entwurzelt haben, die anschließend gefällt werden mussten. Auch am Sportplatz sei das Risiko schlussendlich zu hoch gewesen, schließlich weise er mit Trainingseinheiten, Jugend- und Seniorenspielen eine nicht unerhebliche Publikumsfrequenz auf.

Aufmerksam beobachtet wurde die Entwicklung der Pappeln von den Verantwortlichen des Sportvereins, die die Bäume als »Windschotts« und Schattenspender in direkter Nachbarschaft schätzten. Allerdings habe man immer mal wieder das Freischneiden der Flutlichtmasten beauftragen müssen.

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Artikel vom 23.02.2010 - 12.25 Uhr
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