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»Jeder sollte Mitglied bei der Feuerwehr sein«

Artikel vom 23.02.2010 - 19.24 Uhr

»Jeder sollte Mitglied bei der Feuerwehr sein«

Florstadt (sl). Drei junge Feuerwehrmänner wurden am Freitagabend bei der Vollversammlung aller sechs Stadtteilwehren im Bürgerhaus Leidhecken in die Einsatzabteilungen übernommen: Jan Wahl, Kevin Hartmann und Dennis Baßing. Bürgermeister Herbert Unger und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt überreichten ihnen feierlich die Einsatzhelme.
Willkommen im Team: Kreisbrandmeister Michael Kinnel, Bürgermeister Herbert Unger mit den neuen Einsatzkräften Dennis Baßing, Ke
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Willkommen im Team: Kreisbrandmeister Michael Kinnel, Bürgermeister Herbert Unger mit den neuen Einsatzkräften Dennis Baßing, Kevin Hartmann und Jan Wahl sowie Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt und dessen Stellvertreter Markus Albus (von links). (Foto: Lutz)
Die Einsatzstärke der Stadtteilwehren bezifferte Schmidt mit 17 Frauen und 154 Männern. Der Musikzug der Feuerwehr Stammheim zählt unverändert 20 Aktive. Außerdem unterhält jeder Stadtteil Jugendfeuerwehren mit derzeit 73 Mädchen und Jungen; in Nieder-Florstadt, Staden und Nieder-Mockstadt werden außerdem Bambini-Gruppen mit 29 Kindern betrieben.

Unger dankte allen Aktiven für die Erhaltung einer schlagkräftigen Truppe, aber auch den passiven Mitgliedern, die die Feuerwehrvereine und somit auch die Einsatzabteilungen unterstützten. Anerkennende Worte fand er auch für den Stadtbrandinspektor, dessen Stellvertreter Markus Albus, alle Jugendwarte und die Wehrführungen, die sich auch bei der Betreuung der Städtepartnerschaften hervortaten. Der Wehr aus Leidhecken dankte Unger für den Kompromiss beim Gerätehausumbau, der die Stadt nur ein Zehntel der 750 000 Euro für einen Neubau gekostete habe. Somit könne die Kommune »mit voller Kraft« einen Neubau für Ober- und Nieder-Florstadt angehen, der wegen Einsatzstärke und -lage höhere Priorität besitze. Guter Dinge sei man bei der Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs (HLF 20/16) für Nieder-Florstadt, das noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden soll. Das alte wasserführende Fahrzeug aus Nieder-Florstadt gehe dann bis 2014 nach Nieder-Mockstadt, ehe dort ein neues Löschfahrzeug LF 10/6 für 220 000 Euro angeschafft wird.

2012 investiert die Stadt außerdem 260 000 Euro in den Digitalfunk - nach wie vor ein Reizthema für den Rathauschef. Auch nach Meinung von Michael Kinnel, stellvertretender Kreisbrandinspektor, hatte man ein sehr gutes Funknetz, in das aber seit Jahren nichts mehr investiert worden sei. Nun seien Deutschland und Albanien in Europa die einzigen Länder ohne Digitalfunk. Kinnel sprach auch den Atemschutzverband als Chance für die interkommunale Zusammenarbeit an, brachte seine Freude über die gute Nachwuchsarbeit inklusive Brandschutzerziehung in Florstadt zum Ausdruck und informierte über eine Zukunftsklausurtagung der Jugendfeuerwehren.

An 85 Einsätze erinnerte Stadtbrandinspektor Schmidt, die sich in 68 Hilfeleistungen (mit breit gefächertem Spektrum) und 15 Brände, darunter ein Großbrand in Friedberg, aufgliederten. »Zum Glück«, sagte Schmidt, hatte man nur zwei Fehlalarme zu verzeichnen. Allerdings mussten wieder 15 Unwettereinsätze absolviert werden; ferner nannte Schmidt den Einsatz bei der Trinkwasserverunreinigung in Nieder-Florstadt Ende September. 62 Lehrgänge und Seminare auf Kreis- und Landesebene absolvierten seine Kollegen. Abhilfe beim beklagten niedrigen Kontingent an zur Verfügung gestellten Lehrgängen versprach Kreisbrandmeister Kinnel.

Ein arbeits- und erfolgreiches Jahr lag hinter dem Musikzug, wie Sabrina Schenk für den verhinderten Musikzugführer Paul-Heinz Eckhardt berichtete. Bei 15 Auftritten und 40 Übungsstunden summierte sich das kulturelle Engagement jedes Mitgliedes auf über 100 Stunden im Jahr.



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Artikel vom 23.02.2010 - 19.24 Uhr
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