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Herbert Unger ist einziger Kandidat bei Bürgermeisterwahl

Artikel vom 19.01.2012 - 14.27 Uhr

Herbert Unger ist einziger Kandidat bei Bürgermeisterwahl

Florstadt (dab). Nach Ablauf der Bewerberfrist ist klar: Amtsinhaber Herbert Unger (SPD) ist der einzige Kandidat, der zur Bürgermeisterwahl am 18. März antritt. Wie schon bei der Wahl vor sechs Jahren, bei der Unger knapp 91 Prozent der Stimmen holte, haben weder CDU noch Grüne einen Gegenkandidaten aufgestellt.

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Herbert Unger stellt sich zur Wiederwahl.
Der 53-jährige Unger bewirbt sich um eine dritte Amtsperiode. »Mein erstes Ziel ist es, mehr Ja- als Nein-Stimmen zu bekommen. Das ist die Alternative, die den Wählern geboten wird«, sagte Herbert Unger gegenüber der WZ. »Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich das Ergebnis von etwas über 90 Prozent halten könnte, weil es ein Spiegelbild meiner Arbeit ist. Und ich hoffe, dass diese Arbeit anerkannt und gewürdigt wird und nicht schlechter war als in den Jahren zuvor.«

Was die Wahlbeteiligung angeht, könne man die jetzige Situation nicht mit der vor sechs Jahren vergleichen, betonte Unger: Bei seiner Wiederwahl 2006 war am selben Tag auch Kommunalwahl; die Wahlbeteilgung lag bei fast 55 Prozent.

Seine Aufgabe als Bürgermeister sei es nun, dafür zu werben, dass möglichst viele Florstädter am 18. März wählen gehen. »Es ärgert mich, wenn Leute sagen: ›Der hat zwar 90 Prozent der Stimmen bekommen, es haben aber nur 30 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.» Was kann ein Kandidat dafür, in welcher Häufigkeit die Leute wählen gehen?« Dass er erneut der einzige Bewerber ist und der Wahl deshalb »von vornherein ein Touch der Langweiligkeit« anhafte, sei das Versäumnis anderer, sagte Unger.

Schon wieder ohne Gegenkandidaten anzutreten, sehe er mit gemischten Gefühlen: »Als Demokrat sage ich: Es spricht überhaupt nichts gegen einen oder mehrere Gegenkandidaten. Privat kann ich aber gut damit leben, dass es keinen gibt.« Grundsätzlich belebe Konkurrenz das Geschäft und trage zu einer höheren Mobilisierung der Wähler bei.

Andererseits bedeute die Auseinandersetzung mit Mitbewerbern aber auch mehr Aufwand und mehr Zeit, die vom Tagesgeschäft abgehe, sagte der Bürgermeister. »Dann beschäftigt man sich mit Dingen, die nicht die Stadt, sondern nur einen selber voranbringen.« (Foto: pv)

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