Sie sind hier: Startseite » Kreis » Städte und Gemeinden » Fernwald »

Wechsel bei Förderverein Diakoniestation Fernwald

  Anzeige

Artikel vom 05.11.2014 - 10.38 Uhr

Wechsel bei Förderverein Diakoniestation Fernwald

Fernwald (kjg). Ewald Schlosser ist nicht mehr Erster Vorsitzender des Fördervereins Fernwald der Diakoniestation Fernwald-Pohlheim. Nach 36 Jahren Vorstandsarbeit – davon viele Jahre als Erster Vorsitzender – stellte sich Schlosser am Montag nicht mehr der erneuten Wahl.

nab_Schlosser_051114
Lupe - Artikelbild vergrössern
Ewald Schlosser legt sein Amt als Erster Vorsitzender nieder. Nachfolgerin ist Sigrid Götting. (Foto: kjg)
© Karl-Josef Graf
In einer persönlichen Erklärung gab der 77-Jährige die Gründe für den Rückzug aus den Ämtern des Fördervereins bekannt. Er sagte, er habe in seinem Denken und Handeln das »Älterwerden« verspürt. Es sei an der Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen.

Schlosser bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen für das »menschliche Miteinander«, und »dass sie es so lange mit mir ausgehalten haben«. Zweite Vorsitzende Sigrid Götting ehrte den scheidenden Vorsitzenden und dankte ihm für seine Arbeit, seine Fairness und seine Geduld und Gelassenheit, die ihn bei aller Hektik immer ausgezeichnet habe. Wilma Wolf wurde für ihre Tätigkeit im Vorstand, den sie wegen Ortswechsels verlassen hat, und ihre Mitgliedschaft mit einem Blumenstrauß und einem Präsent geehrt.

Einstimmig wählten die Mitglieder die bisherige zweite Vorsitzende Sigrid Götting zur neuen Ersten Vorsitzenden. Neue stellvertretende Vorsitzende wurde nach einstimmigem Votum Erika Hahn. Die Mitglieder bestimmten ebenfalls die Beisitzer Ursula Hoffmann, Gudrun Koch, Traudl Jäkel und Marianne Kraus einstimmig. Neuer Kassenprüfer ist Volker Amberg. In seinem Jahresbericht hob der scheidende Vorsitzende Schlosser hervor, dass das Spendenaufkommen gegenüber den vorherigen Jahren zurückgegangen sei. Auch die Zahl der Mitglieder ist um 16 auf 540 zurückgegangen. Der Einsatz von Freiwilligen und Ehrenamtlichen sei für eine demokratische, menschliche und sozial verantwortliche Gesellschaft unerlässlich. Das sei den jetzigen und künftigen Generationen stärker in das Bewusstsein zu rücken. Neben den Spenden der evangelischen Frauenhilfe Steinbach, des Gesangsvereins Liederkranz Albach, der Sparkasse Gießen und der Volksbank Mittelhessen habe es viele Einzelspenden gegeben. Mit diesen Geldern wurden zwei Dienstwagen für die Pflegekräfte voll- bzw. teilfinanziert und der FSJ-Mitarbeiter entlohnt, wie Kassenwartin Brigitte Wendt berichtete.

Am 1. Mai hat Christina Herwig die Leitung der Diakoniestation übernommen. Sie erklärte, die Station betreue etwa 200 Patienten in der Pflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung. Daneben gebe es eine häusliche Einzelbetreuung und die Gruppenbetreuung im »Limes-Café«. Pflegeberatung, Pflegekurse und Beratung in der Häuslichkeit runden das Angebot ab. Dafür stünden 45 Mitarbeiter zur Verfügung. Die Personaldecke sei knapp, der Beruf werde für die Jungen immer uninteressanter, der Dokumentationsaufwand vergrößere sich zusehends und das Durchschnittsalter steige, schilderte sie die Probleme der Einrichtung.

Markus Bernhardt, Geschäftsführer der Diakoniestation, sagte, dass es ungute Entwicklungen auf dem Pflegemarkt gebe, der durch den Gegensatz von Zeit und Geld in der Pflegearbeit hervorgerufen sei. Die gute Arbeit mit qualifiziertem Personal »kippt, wenn die Fördervereine nicht mehr da sind«, sagte Bernhard.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 05.11.2014 - 10.38 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang