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Steinbach: Experimente aus dem Küchenschrank

Artikel vom 04.03.2010 - 02.00 Uhr

Steinbach: Experimente aus dem Küchenschrank

Fernwald (rüg). »Das Einfachste ist das Geniale«, brachte es Dipl.-Ing. Wolfgang Halbach (VDI-Bezirksverein Mittelhessen) am Mittwochmittag im Medienraum der Steinbacher Grundschule auf den Punkt: Dort stellte er zusammen mit dem pädagogischen Leiter des VDI-Projektes, Manfred Weller, die »Experimente aus dem Küchenschrank« vor.
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Was schwimmt und was geht unter? Aline Burkert zeigte zusammen mit Lena Reinheimer und Moritz Haas einigen Vorschulkindern, wie die Experimente funktionieren.
© rüg
Mit dabei waren zahlreiche Vertreter von Schulen, Schulamt, Kindertagesstätten, naturwissenschaftlichen Institutionen, Eltern und nicht zuletzt die Steinbacher Drittklässler Lena Reinheimer, Aline Burkert und Moritz Haas, die einigen Vorschulkindern Anleitungen für die Experimente gaben. Für die Gemeinde Fernwald war Bürgermeister Stefan Bechthold (SPD) anwesend.

Experiment 1 mit Wasserschüssel und Kunststoffbecher: »Setze den Becher mit seiner offenen Seite vorsichtig auf das Wasser. Er geht nicht unter.« Beim zweiten Experiment ist der Becher dann unter die Wasseroberfläche zu drücken: Du spürst den Widerstand.«

»Die Kleinen lernen von den Großen. Hier entsteht eine Patenschaft«, charakterisierte Manfred Weller, Leiter der Steinbacher Schule, den pädagogischen Hintergrund. »Drittklässler experimentieren im Sachunterricht der Schule und leiten dann in der Kindertagesstätte als ›Experten‹ Vorschulkinder an. Sie erwerben bei ihrer ›Expertentätigkeit‹ über das Experimentieren hinaus noch weitere Kompetenzen zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung, die Zusammenarbeit zwischen Kindertagestätte und Grundschule wird mit Leben erfüllt.«

Hier setze das Projekt »Die Kleinen lernen von den Großen« an. Die »Experimente aus dem Küchenschrank« seien dabei eine Hilfe, denn die zum Experimentieren notwendigen Materialien finde man weitgehend im Haushalt, und sie seien den Kindern oft auch zugänglich, so Weller.

Die angeleiteten Experimente seien ein Einstieg sowohl für die Kinder als auch für die Erzieher(innen): »Es geht schließlich nicht darum, etwas ›richtig‹ zu machen, sondern richtig zu experimentieren.« Das bedeute: Experimente variieren, selbst ausprobieren und herausfinden, was man mit den Utensilien noch alles machen kann. Weller freute sich, dass das Gießener Mathematikum als Netzwerkpartner des »Hauses der kleinen Forscher« Fortbildungen für Erzieherinnen anbieten will, bei denen naturwissenschaftliche Experimente im Mittelpunkt stehen.



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