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Steinbach: Arthrose-Vortrag im Männergesprächskreis

Artikel vom 09.06.2010 - 14.00 Uhr

Steinbach: Arthrose-Vortrag im Männergesprächskreis

Fernwald (vh). Im nunmehr fünften Jahr besteht der Männergesprächskreis »Man(n) trifft sich« der evangelischen Kirchengemeinden Steinbach und Albach. Diesmal konnte der Männerkreis-Sprecher Reinhard Schargitz den Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Kreiskrankenhaus Weilburg, Dr. Gerd Balser, als Vortragsgast zum Thema »Arthrose« begrüßen.
Gerd Balser
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Gerd Balser
Dr. Balser machte am Hessenkolleg Wetzlar Abitur, studierte in Hamburg und Gießen Medizin. Anschließend war er neun Jahre lang Assistenzarzt in der Allgemeinen- und Unfallchirurgie am Klinikum Wetzlar, 1994 erfolgte die Anerkennung als Facharzt für Chirurgie. Die erste Oberarztstelle übernahm Balser Oberarzt in der chirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Frankenberg/Eder. Seit 2002 ist er Oberarzt in der orthopädisch-unfallchirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Weilburg, seit 2007 deren Chefarzt.

Spezialgebiete von Balsers Abteilung sind die Schulter-, Hand- und Rheumachirurgie und die Endoprothetik sämtlicher Gelenke mit Schwerpunkten in der Hüft-, Knie- und Schulterendoprothetik (Endoprothesen sind Implantate, die dauerhaft im Körper verbleiben).

Zusätzlicher Schwerpunkt des Chefarztes, der eigentlich nie Chirurg, sondern Allgemeinmediziner werden wollte, ist die Revisionsendoprothetik (Implantateaustausch). Knapp 50 Zuhörern (diesmal sogar einige Frauen) erhielten interessante Informationen.

Dr. Balser verbrachte seine Kindheit in Albach, hatte sich für Fußball und Kaninchenzucht stark gemacht und insbesondere für den Aufbau des Jugendzentrums. Bedingt durch das Freiwerden einer Assistentenstelle in Wetzlar kam er dann zur Chirurgie und schließlich von ihr nicht mehr los.

Balser schilderte die Vorteile von kleinen Kliniken wie Frankenberg und Weilburg in der individuellen Therapierung für den Patienten. Gerade sein Spezialgebiet Rheuma und das Vortragsthema Arthrose bedürften einer ausgewählten Therapie in jedem Stadium, denn beide Krankheitsbilder seien nicht heilbar, sondern nur in ihren jeweiligen Komplikationen behandelbar. Bei der Arthrose sei die Ursachenforschung noch lange nicht abgeschlossen, aber was man heute wisse, sei die erbliche Belastung. Dr. Balser: »Je unklarer eine Ursache ist, desto unspezifischer ist die Therapie«. Neben eingehenden Erläuterungen zu den Krankheitsverläufen und Behandlungsmethoden von Arthrose und Rheuma (die gezeigten Beispielfotos stammten alle aus der Weilburger Krankenhausabteilung), wurde auch über mögliche Einsparungen auf dem Gesundheitssektor gesprochen.



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