Spendenaktion für brandgeschädigte Familie in Albach
Fernwald (rüg). Auch knapp eine Woche nach dem verheerenden Feuer in einem Wohnhaus in Albach ist die genaue Brandursache noch nicht geklärt, berichtete Polizeipresssprecher Schwarz auf Anfrage der »Allgemeinen Zeitung«.
Besonders im Dachbodenbereich wüteten die Flammen. (Fotos: privat)
Die Brandermittler stellten zwar fest, dass das Feuer im Bereich einer grauen Mülltonne seinen Anfang genommen hatte, unklar ist aber immer noch, wie es entstanden ist. Fahrlässigkeit könne ebenso wenig ausgeschlossen werden wie Brandstiftung. Über 350 000 Euro Sachschaden waren bei dem Brand entstanden.
Fest steht allerdings, dass die Albacher Feuerwehr - ähnlich wie im Falle der brandgeschädigten Familie Zopf im August vergangenen Jahres - eine Spendenaktion organisieren wird. Dies teilte Feuerwehrvereinsvorsitzender Friedhelm Langsdorf mit. Holger Schwalb, der mit seiner Familie von dem Unglück betroffen ist, fungiert als zweiter Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Näheres wollten die Kameradinnen und Kameraden am gestrigen Freitagabend besprechen.
Mittlerweile ist die Familie bei Verwandten untergekommen. Wehrführer Sven Hupfeld steht täglich in Kontakt mit seinem Wehrkollegen. Inzwischen habe man auch das Dach wieder geschlossen, sagte Hupfeld.
In Bezug auf Gemeinschaftshilfe habe es auch schon positive Reaktionen aus der Bevölkerung gegeben. So bot eine Frau an, der Tochter der Familie ein Kaninchen samt Käfig zu schenken, da bei dem Brand zwei Kaninchen ums Leben gekommen waren.
Was mit dem Haus geschieht, ob es saniert werden kann oder möglicherweise abgerissen werden muss, ist derzeit noch unklar. Bürgermeister Stefan Bechthold, der selbst am Abend des Brandes und am frühen Morgen vor Ort gewesen war, erklärte auf AZ-Anfrage, dass zunächst einmal die Brandursache geklärt werden müsse. Immerhin sei eine große Wassermenge mit viel Druck zum Einsatz gekommen. Dennoch habe man in solchen Fällen auch schon positive Überraschungen erlebt. Bechthold bot der Familie erneut die Unterstützung der Gemeinde an.