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SEK-Einsatz in Albach

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Artikel vom 08.01.2016 - 23.06 Uhr

SEK-Einsatz in Albach

Fernwald (sha). Stundenlang hielt ein 30-jähriger Albacher am Freitag dutzende Polizisten und SEK-Beamte in Atem. Da der Mann mehrfach damit gedroht hatte, Schusswaffen einzusetzen, stürmten Kräfte des Sondereinsatzkommandos gegen 19.30 Uhr das Haus des Mannes in der Untergasse und konnten ihn überwältigen. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Hintergrund ist möglicherweise ein Familiendrama.

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Etliche SEK-Beamte und Einsatzfahrzeuge am Freitagabend in Albach. (Foto: sha)
© Steffen Hanak
Auslöser war laut Polizeisprecher Jörg Reinemer ein Streit, den der Mann mit seiner Mutter und deren mutmaßlichem Lebensgefährten gehabt haben soll. Die 51-Jährige und dieser Mann riefen gegen 13 Uhr bei der Polizei an. Sie berichteten, zunächst mit dem Albacher vor dessen Haus geredet zu haben. Als dieses Gespräch sich zu einem Streit entwickelte, soll der 30-Jährige damit gedroht haben, beide Zeugen zu erschießen, sagte Reinemer. Daraufhin verließen die Mutter und ihr Partner das Grundstück. Der Mann zog sich währenddessen wieder in das Haus zurück. Etliche Streifenwagen sperrten das Gelände um das Haus, in dem sich der 30-Jährige alleine aufhielt, ab. Da die Gefahr bestand, dass der Mann tatsächlich im Besitz von geladenen Schusswaffen sein könnte, rückten auch mehrere SEK-Beamte aus Frankfurt an. Nachdem der Albacher jeden Kontakt mit einer Verhandlungsgruppe abblockte, stürmten die Spezialkräfte das Haus und überwältigten den Mann. Schusswaffen fanden sie allerdings nicht in dem Gebäude, wie ein Polizeisprecher am späten Abend berichtete. Der 30-Jährige wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Dort soll er untersucht werden, dann entscheidet ein Haftrichter über eine mögliche Verlängerung seiner Unterbringung.

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr versorgten die Polizeibeamten mit heißen Getränken. Ansonsten waren am Abend nicht mehr allzu viele Schaulustige auf der Straße. Ein Albacher meinte dazu: »Jeder hier kennt das Drama dieser Familie.«

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Artikel vom 08.01.2016 - 23.06 Uhr
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