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Nahtloses Betreuungsangebot an der Steinbacher Grundschule

Artikel vom 20.08.2010 - 16.00 Uhr

Nahtloses Betreuungsangebot an der Steinbacher Grundschule

Fernwald (rüg). Ein nahtloses Betreuungsprogramm vom morgendlichen Schulbeginn bis zum Ende der Kurse und Projekte am Nachmittag: Mit dem Einzug der Schülerbetreuung in die Grundschule Steinbach konnte das pädagogische Angebot verbessert und ausgebaut werden.
Die Schülerbetreuung ist in der Steinbacher Grundschule angekommen: (hinten von links) Jörg Glasenhardt-Freymann (Kreis Gießen,
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Die Schülerbetreuung ist in der Steinbacher Grundschule angekommen: (hinten von links) Jörg Glasenhardt-Freymann (Kreis Gießen, Fachdienst Schule), Schulleiter Manfred Weller, Birgit Börner (Betreuung), Bürgermeister Stefan Bechthold, Melanie Brück (Betreuung) sowie (vorn links) Nicole Kuhl-Schäffer. (Foto: rüg)
Davon überzeugten sich gestern Bürgermeister Stefan Bechthold und Jörg Glasenhardt Freymann (Fachdienstleiter »Schule« beim Landkreis Gießen), die sich von Schulleiter Manfred Weller über das erweiterte Angebot informieren ließen. Für die Schülerbetreuung stehen Atalina Kupka, Nicole Kuhl-Schäffer, Birgit Börner und Melanie Brück zur Verfügung. Für die Essensausgabe führt Diana Hanson hinter dem Tresen Regie.

»Seit 2002 planen wir in der Schulgemeinde, Kollegium, Förderverein und Schulelternbeirat, die Schülerbetreuung deutlich über das Kurssystem hinaus zu erweitern«, erklärte Weller. Die Gemeinde Fernwald habe sich sehr engagiert und jeweils eine Betreuung in den Kindergärten Annerod und Steinbach eingerichtet. Ein Konzept für die beiden Schulen, 2007 erstellt, sei anschließend zunächst »in den Mühlen der Bürokratie versickert«.

»Durch das Konjunkturprogramm beschleunigt, konnten dann vom Schulträger unsere fertigen Planungen aus der Schublade geholt werden, und es kam Bewegung in die Gestaltung der Räume und der Ausstattung«, freute sich Weller, der sich bei den Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung für die engagierte Unterstützung im »Dickicht vieler Nichtzuständigkeiten« bedankte, ebenso bei Bürgermeister Bechthold für die gute Zusammenarbeit im Bildungsforum, seinen konsequenten Einsatz und sein Engagement in dieser Sache.

Die Schülerbetreuung, so Weller, sei in der Trägerschaft der Gemeinde. Die konkrete Ausgestaltung obliege Ute Kaufmann, die sehr viel Erfahrung einbringe und die Fäden in der Hand halte. Weller erinnerte daran, dass es erstmals seit der Nachkriegszeit in der Steinbacher Grundschule wieder ein Mittagessen gebe. Am Festabend zum 100-jährigen Bestehen der Schule Anfang Juni habe der Ortsbeirat eine Situation nachgespielt, in der er den Landrat bittet, einen Topf zum Kochen eines warmen Mittagessens für die Schüler bereitzustellen.

»Der Landkreis Gießen hat nicht nur einen Kochtopf, sondern auch die für die Essensausgabe notwendigen Gerätschaften in einer Nische des Musikraums bereitgestellt«, sagte Weller. Das Mittagessen selbst wird vom Seniorenzentrum Annerod geliefert.

Dass das Angebot zeitlich ausgedehnt und pädagogisch unterfüttert werden konnte, verdankt man in Steinbach auch der Förderung durch das Land. Vonseiten der Schule ist Melanie Brück für die Schülerbetreuung zuständig. Sie leitet in einer eigenen Gruppe, unabhängig von der Betreuung durch die Gemeinde, pädagogische Angebote. An der Grundschule Steinbach werden derzeit 125 Mädchen und Jungen unterrichtet, rund ein Fünftel davon nutzt die Möglichkeit zur Nachmittagsbetreuung. Wellers Befürchtung, deren Ausweitung könne sich auf die Teilnahme an Kursen und Projekten auswirken, bewahrheitete sich nicht.

Bürgermeister Bechthold freute sich ebenfalls über die Ausweitung. Dies sei ein großer Gewinn für alle und entlaste auch den Kindergarten, der nun den frei werdenden Raum für seine eigene Arbeit nutzen könne. Positiv sei gewesen, dass man über alle Zuständigkeiten hinweg eine unbürokratische Lösung gefunden habe. Eine Lösung für die Ferienzeiten werde man sicher auch noch finden, meinte Bechthold. »Unser wichtigstes Ziel ist, Pädagogik, Betreuung und Freizeitgestaltung im Sinne der Kinder optimal zu gestalten«, unterstrich Weller. Auch wenn sich Schule und Nachmittagsangebot im gemeinsam genutzten Raum arrangieren müssten: »Die Schülerbetreuung gehört in die Schule!«

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