Keine Reihen- und Kettenhäuser im Albacher »Senser II«
In der weiteren Stellungnahme ging es um eine mögliche Überlastung der Ortslage durch einen verstärkten Straßenverkehr. Auch diese Bedenken wies der Planer zurück. Mehr Verkehr entstehe automatisch durch die weitere Bebauung in diesem Gebiet, doch dieser werde nicht über das übliche Maß hinausgehen. Durchgangsverkehr gebe es aufgrund der Lage ohnehin nicht, sondern lediglich Ziel- und Quellverkehr (zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen und zurück). Darüber hinaus verfüge der »Senser II« über insgesamt fünf »Abfahrten«, um den Verkehr ab- und zuzuführen. »Das ist eher selten für ein solches Baugebiet«, meinte Christophel.
Für die CDU, die den Anliegerprotest im Juni aufgegriffen und thematisiert hatte, erklärte Mark Reitmeier, die Streichung der Reihen- und Kettenhäuser sei wichtig gewesen, um Unzufriedenheit zu vermeiden. Kritischer sah es sein Fraktionskollege Jan-Eric Walb: Lediglich zwei Stellungnahmen könne auch bedeuten, dass das Verfahren zu komplex sei. Er wollte wissen, ob die Anlieger nochmals angeschrieben werden.
Christophel erklärte, man sei ebenfalls überrascht gewesen, dass es nur zwei Stellungnahmen gewesen seien und habe daher extra lange gewartet. Die Bürger würden über die neuerliche Auslegung des geänderten Bebauungsplanes nochmals beteiligt. Auch Bürgermeister Bechthold unterstrich, dass es kein neuerliches Anschreiben geben werde. Dies sei nicht üblich. Die Bürgerbeteiligung sei von Anfang an vorbildlich gewesen und so auch vorgesehen worden.
Ulrike Bell-Rieper (FW) mahnte, dass es keine Ablöse für verpflichtende Parkplätze geben dürfe und ebenso keine Befreiungen von dem nun geänderten Plan, damit man nicht in fünf Jahren wieder vor der Frage einer Anpassung stehe.
Ausschussvorsitzender Schmitt schränkte ein, dass berechtigte Befreiungen, die die Kreisbauaufsicht in Zusammenarbeit mit der Gemeinde genehmige, nicht verweigert werden dürften. Bechthold stellte klar, dass gerade durch die Änderung weitere Befreiungen vermieden werden sollen, damit die Grundstücke möglichst schnell verkauft werden könnten.
Stefan Becker (FW), der eine regelmäßige Unterrichtung über die Vermarktung gemeindlicher Baugrundstücke anregte, unterstrich nochmals, dass es keine »inhaltliche Aufweichung« geben dürfe. Auch Kurt Klingelhöfer (SPD) forderte: »Die Kernpunkte müssen unverrückbar sein.« Darüber herrschte im Ausschuss Einigkeit.