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»Im Senser II«: Debatte um Änderung des Bebauungsplans

Artikel vom 22.07.2010 - 22.00 Uhr

»Im Senser II«: Debatte um Änderung des Bebauungsplans

Fernwald (agl). Eine emotionale Debatte drehte sich am Mittwoch im Bürgerhaus Albach um das Baugebiet »Im Senser II« in dem Fernwalder Orsteil.
Anwohner und Kommunalpolitiker befassten sich mit der Bebauungsplanänderung, die die Fraktionen von SPD und FW in der Gemeindevertretersitzung Ende Juni gegen die Stimmen der CDU auf den Weg gebracht hatten. Die Gemeinde möchte mit der Änderung erreichen, dass der Verkauf von Baugrundstücken vorangetrieben wird und zudem keine Befreiungen von bisherigen Auflagen mehr genehmigt werden müssen.

Konkret sieht die Änderung des Bebauungsplanes vor, dass künftig auch Pult-, Flach- oder leicht geneigte Dächer erlaubt sein sollen. Außerdem soll eine Bebauung mit Reihen- oder Kettenhäusern möglich sein.

Von Seiten der Anwohner steht man den vorgesehenen Änderungen eher ablehnend gegenüber. So wundert man sich, dass bereits nach fünf Jahren, in denen das Baugebiet »Im Senser II« nun bestehe, eine Änderung des Bebauungsplanes vorgenommen werde, sei die Planung doch ursprünglich für zehn bis 15 Jahre ausgelegt gewesen. Ein weiterer Vorwurf an die Gemeinde ist der, dass sie für das Baugebiet nicht geworben habe und deswegen nicht so viele Bauplätze wie gewünscht verkauft habe. Eine Änderung des Bebauungsplanes mit den dann zusätzlichen Optionen für künftige Bauherren würde - so sehen es die Anwohner - ein höheres Verkehrsaufkommen zur Folge haben. Denn, so das Argument, durch Reihen- und Kettenhäuser entstünde eine Verdichtung, was auch die bereits bestehende Parkplatzproblematik verschärfen würde. Durch den Bau von Kettenhäusern befürchten die Anwohner außerdem, dass andere Grundstücke unattraktiver werden.

Ein Dorn im Auge ist den Anwohnern außerdem die vorgesehene Neuregelung die Dächer betreffend, zumal neben der Zulassung unterschiedlicher Varianten auch die ursprünglich festgesetzte Traufhöhe von 4,50 Meter wegfallen würde. Flachdachbauten dürften eine Firsthöhe von sieben Metern haben.

Was den Gegnern einer solchen Bebauungsplanänderung zudem nicht gefällt, ist, dass sie bezüglich ihrer Häuser andere Beschränkungen hatten, als es mittlerweile - durch die Änderung - für künftige Bauherren vorgesehen sei. Anika Münch hätte sich gewünscht, dass die Bürgerinformationsveranstaltung vor der Entscheidung in der Sitzung der Gemeindevertreter stattgefunden hätte. Die CDU-Fraktion hatte sich in dieser Sitzung - vergeblich - auch für eine solche Reihenfolge ausgesprochen.

Die Gründe für die ablehnende Haltung seien mehr Ängste als auf Fakten gegründet, sagte Kurt Klingelhöfer (SPD) im Gespräch mit der »Allgemeinen Zeitung«. Eine Reihen- und Kettenbebauung käme ausschließlich für den Rand des Gebietes »Im Senser II« in Betracht.

Die Anwohner können noch vor der Offenlegung, die zu einem Zeitpunkt nach den Ferien beginnen wird, ihre Bedenken gegenüber einer Bebauungsplanänderung schriftlich einreichen. Während der Offenlegung, die einen Monat andauern wird, besteht erneut die Möglichkeit, Stellung zu nehmen.

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Artikel vom 22.07.2010 - 22.00 Uhr
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