Grüne: Energiebedarf bis 2020 durch Erneuerbare decken
Fernwald (mlu). Die Photovoltaikanlagen, die bis zum Jahresende in Fernwald auf insgesamt sechs gemeindeeigenen Dächern ans Netz gehen sollen, reichen den Grünen in der Kommune nicht aus.
Sie fordern ein Gesamtkonzept, das sich aus drei Komponenten zusammensetzt: Einsparungen, Effizienzsteigerung und dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energien.
Mit einem Vortrag über die Risiken der Gentechnik für Landwirtschaft und Verbraucher begann die Jahresmitgliederversammlung der Grünen in der Ratsschänke in Steinbach. Wie Ortsverbandsvorsitzende Heike Habermann ausführte, habe die Forschung bislang nicht klären können, welche Gefahren und Probleme der agronomische Einsatz von Gentechnik für Verbraucher nach sich ziehe. Man handele nach dem Motto: »Wir wissen zwar nicht, was wir tun, aber wir fangen schon mal an.« In zunehmendem Maße seien Verbraucher angehalten, auf das Kleingedruckte auf den Produkten zu achten, um nicht versehentlich Lebensmittel zu konsumieren, deren Herstellung gentechnisch beeinflusst wurde.
Im Anschluss an den Vortrag und die darauffolgende Diskussion berichteten Vorstandsmitglieder von seinen Jahresaktivitäten. Habermann lobte die enge Kooperation zwischen Fraktion und Ortsverband. Um auch die »große Politik« nicht aus den Augen zu verlieren, wolle man im kommenden Jahr wieder einen Bundestagsabgeordneten nach Fernwald einladen, um aus erster Hand Informationen aus Berlin zu erhalten.
»Viel Bewegung« sei während des vergangenen halben Jahres in die Fernwälder Politik gekommen, sagte die Fraktionsvorsitzende Sylvia Voigt im Hinblick auf die Photovoltaikanlagen, die noch in diesem Jahr auf sechs gemeindeeigenen Dächern ans Netz gehen sollen. Dies reiche den Grünen allerdings nicht aus, so Voigt weiter: »Wir verfolgen ein Gesamtkonzept, das sich aus den drei Komponenten Einsparungen, Effizienzsteigerung und dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energie zusammensetzt.« Man sei bestrebt, bis spätestens 2020 Fernwalds Energiebedarf komplett durch erneuerbare Energien zu decken.
Auch soziale Themen und die Gemeindeentwicklung wurden erörtert. Für Kinder und Jugendliche solle gemeinsam mit Vereinen, Verbänden, Kirchen und öffentlichen Institutionen in und um die Fernwaldhalle der Weltkindertag mit vielen interessanten Angeboten stattfinden und zu einer festen Veranstaltung im Jahreskalender werden. Für das kontrovers diskutierte Gebiet hinter der Fernwaldhalle stellen sich die Grünen ein Ensemble aus Seniorenheim, diversen sozialen Einrichtungen, Einzelhandel und einem Ärztezentrum vor. Mit Blick auf den hohen Schuldenstand der Gemeinde, wolle man den Haushalt weiterhin kritisch begleiten.