Annerod: 32 neue Bauplätze im »Jägersplatt III« geplant
Fernwald (rüg). Rund 2,3 Hektar Wohnbauland inklusive der Verkehrs- und Anpflanzungsflächen sollen im Bereich »Auf der Jägersplatt III« in Annerod entstehen. Den Beschluss zur öffentlichen Auslegung des entsprechenden Bebauungsplans fasste der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr am Dienstag unter der Leitung von Karl-Heinz Schmitt (SPD) einstimmig.
Am Ortsrand von Anneroch Richtung Steinbach sollen im neuen Wohnbaugebiet »Im Jägersplatt III« 32 neue Bauplätze entstehen. Damit will die Gemeinde der Nachfrage aus diesem Fernwalder Ortsteil nachkommen. (Foto: Geck)
Vorgesehen sind 32 Bauplätze, die in zwei Abschnitten erschlossen werden sollen. Dabei wird auch darüber nachgedacht, die Baugrundstücke von einem Privatunternehmen vermarkten zu lassen.
Wie Erster Beigeordneter Karl-Rudolf Schön (SPD) erläuterte, seien in diese Planung noch zwei Grundstücke am Spielplatz »Rödgener Straße« aufgenommen worden, um für eine Begradigung des Gebietes zu sorgen. Schön wies darauf hin, dass man mit der Ausweisung des Gebietes der Nachfrage von Bauwilligen aus Annerod nachkomme. Es handele sich also nicht um eine Konkurrenz zum Baugebiet »Im Senser II« in Albach. Identisch mit dem »Senser II« seien aber die Festlegungen zur bebaubaren Fläche und maximalen Höhe der Gebäude. Im »Jägersplatt II« sei die offene Bauweise vorgesehen, die Einzel- und Doppelhäuser sowie Hausgruppen bis 50 Metern Länge vorsehe. Stefan Becker (FW) schlug vor, die Möglichkeit eines Teilbereichs für Reihenhäuser zu prüfen, um eine seniorengerechte Bebauung zu eröffnen. Bürgermeister Stefan Bechthold meinte, dies sei eine gute Idee. Wilma Wolff (SPD) sagte, es gebe dazu schon Anregungen.
Mark Reitmeier (CDU) wollte wissen, ob die Kanäle ausreichend dimensioniert sind, um das zusätzliche Abwasser aus dem neuen Baugebiet aufzunehmen. Stefan Becker meinte, davon könne man ausgehen, da vor dem Aufstellungsbeschluss im vergangenen Jahr zunächst ein diesbezügliches Gutachten abgewartet worden sei. Die Frage soll jedoch bis zur Parlamentssitzung am 7. September geklärt werden.
Stefan Becker und Jan-Eric Walb (CDU sprachen die Frage der privaten Vermarktung an. Bürgermeister Bechthold berichtete, dass die Gemeinde hier zweigleisig fahre. Zum einen wolle man das Heft des Handelns in der Hand behalten, zum anderen sei man aber auch in Gesprächen für eine private Vermarktung. Bechthold möchte dem Bauausschuss in dessen nächster Sitzung einen Städtebaulichen Vertregsentwurf vorlegen, um möglichst bald in die Vermarktung gehen zu können.
Stefan Becker mahnte an, auch die energetische Seite zu berücksichtigen, zum Beispiel bei einer energiesparenden Straßenbeleuchtung. Bürgermeister Bechthold kündigte hier die Zusammenarbeit mit dem gemeindlichen Energiebeirat bzw. dessen Stellungnahme an.
In der Frage der notwendigen Ausgleichsflächen berichtete Planer Hendrik Christophel, dass dafür 200 000 Biotopwertpunkte notwendig seien. Rund 30 000 Punkte könne man erzielen, wenn eine Gemeindefläche nordwestlich des Plangebietes (Basaltkuppen) als »Tagfaltergebiet« ausgewiesen würde. Ein Glücksfall sei, dass die Pachtverträge für eine 1,9 Hektar große Fläche westlich des Baugebietes, die bisher als Pferdeweide genutzt wurde, ausliefen. Bei Umwandlung in extensiv genutztes Grünland könne die Gemeinde mit Biotopwertpunkten im fünfstelligen Bereich rechnen.