Echzell (dab). Zweimal innerhalb einer Stunde mussten die Feuerwehren Echzell und Gettenau am Dienstagabend ausrücken. Zunächst galt es, ein Fahrrad am Echzeller Bahnhof zu löschen, danach brannte eine Garage in Gettenau.
Einen Schaden von 20 000 Euro hat das Feuer verursacht, das in einer Garage in der Lindenstraße ausgebrochen ist.
Ein rasches Eingreifen der Einsatzkräfte verhinderte, dass das Feuer sich auf das Wohngebäude ausbreitete.
Zunächst wurden die Feuerwehren am Bahnhof gebraucht: Eine Passantin hatte dort gegen 18.45 Uhr ein brennendes Fahrrad entdeckt, das morgens am Unterstand für Räder abgestellt worden war. Die Feuerwehrleute unter Leitung von Vize-Gemeindebrandinspektor Oliver Herwig hatten das Feuer schnell mit einer Kübelspritze unter Kontrolle. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung, weil jemand die Plastiktüte, die den Sattel vor Feuchtigkeit schützen sollte, offenkundig angezündet worden war.
Noch nicht einmal eine Stunde konnten sich die Einsatzkräfte erholen, denn um 19.45 Uhr ertönten ihre Funkmeldeempfänger schon wieder. In der Lindenstraße war ein Brand in einer Garage ausgebrochen, in dem noch ein Auto stand. »Bereits während der Anfahrt konnte man wegen der starken Rauchentwicklung erkennen, dass der Brand schon über die Entstehungsphase hinaus war«, beschreibt Gemeindebrandinspektor Jan Rudel das Szenario.
Die Löschversuche des 48-jährigen Hausbesitzers und seiner Nachbarn waren erfolglos geblieben. Weil das Garagentor verschlossen war, mussten die Einsatzkräfte unter Atemschutz über eine Hintertür zum Brandherd gelangen. In der Garage hatten die Wand- und Deckenverkleidungen aus Holz- und Dämmmaterialien schon Feuer gefangen, außerdem die darin gelagerten Maschinen und diversen Gegenstände. Das Auto war ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Weil das Feuer auch den Dachüberstand der Garage und die Dachrinne erfasst hatte, mussten die Feuerwehren darauf achten, dass das Feuer nicht auf das Wohnhaus übersprang. Nach zwei Stunden traten die Einsatzkräfte die Rückfahrt an.
Der Sachschaden liegt bei 20 000 Euro. Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet. (Foto: Wettig)