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Märchen-Potpourri der Echzeller Theatergruppe

Artikel vom 30.11.2011 - 14.13 Uhr

Märchen-Potpourri der Echzeller Theatergruppe

Echzell (arc). Die Echzeller Theatergruppe feiert mit dem Märchen-Potpourri »Grimmskrams« in der Horlofftalhalle Premiere. Am kommenden Wochenende gibt es weitere Vorstellungen zu sehen.

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Rumpelstilzchen (Sille Graf) bietet der Königsbraut (Natalie Tomasic) seine Dienste an.
Wenn Aschenputtel Tauben vergiften will, weil die ihre Hilfe beim Aussortieren der Linsen verweigern, kann mit dem Märchen irgendetwas nicht stimmen. Das merkt auch die eifersüchtige Stiefmutter, die Aschenputtel gerade den vergifteten Apfel andrehen wollte, als diese sie nach Gift fragt. Sie fühlt sich ertappt und weicht verdattert zurück, bis sie merkt, dass Aschenputtel »nur« die faulen Tauben vergiften will.

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Überhaupt ist in dem Märchen »Grimmskrams« der Echzeller Theatergruppe, das am Sonntag in der Horlofftalhalle eine gelungene Premiere gefeiert hat, alles ein bisschen anders.

Denn Aschenputtel hatte vorher noch den Froschkönig gelinkt und zuvor als Dornröschen eine Zeit lang friedlich geschlummert – eine Zeit, die wohl alle genossen haben. Als der tapfere Prinz sie dann widerwillig wachküsst, fängt er sich eine Ohrfeige und den Kommentar der Prinzessin ein: »Kaum macht man mal ein Nickerchen, wird man von einem ekeligen Prinzen abgeschlabbert.«

Hans im Glück arbeitet als gutmütiger, einfältiger Bühnenassistent, und der gestiefelte Kater sowie die sieben Geislein dürfen auch nicht fehlen, die Hexe mit Hänsel, Gretel und Feen (darunter Charlotte Müller) ebenso wenig.

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Finale mit (v. l.) Jessica Zeidler, Andreas Klein, Detlef Maresch, Tamy Johnson, Joe Graf, Julia Wynohradnyk, Natalie Tomasic und Adam Michniewicz. (Fotos: Stephan)
Irgendwie läuft alles ziemlich durcheinander, bei der Theateraufführung der Brüder Grimm. Das mag daran liegen, dass der Hase (Chloé Cerri) auf der Suche nach dem Igel Wilhelm Grimm mehrfach über den Haufen rennt, dem deshalb sein dicker Märchenschinken durcheinander kommt. Zu allem Unglück hat sich der Kostümlaster verfahren, außerdem wurde über Nacht die Kasse geklaut. Deshalb muss nun überall improvisiert und gespart werden. Dazu noch das Chaos der miteinander verquirlten Geschichten.

Das wilde Durcheinander der Märchen, die dann am Ende irgendwie doch nur ein einziges ergeben, erinnert ein bisschen an die Welt des Kinohelden Shrek: Alles ist drin, nur anders als erwartet. Die Märchen wurden von Joe »XXX« Graf nicht nur vermischt, sondern auch in den modernen Sprachgebrauch übertragen. Ein bisschen Comedy, ein bisschen Sprachwitz und viele kleine Details, die man oft nur im Augenwinkel wahrnimmt. Das Märchen-Potpourri ist alles, nur nicht ruhig und beschaulich. An manchen besonders lauten, schrillen oder skurrilen Passagen fühlt man sich an die Regieführung des Ex-Monty-Python Terry Gilliam erinnert.



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