Echzell-Bingenheim
(pm). Die NABU-Gruppe hat jetzt, bei minus 15 Grad, einen Pflegeschnitt bei Kopfweiden durchgeführt. Seit über 30 Jahren kümmern sich die Natur- und Vogelschützer um die Pflege dieser Bäume.
Die Kopfweiden sehen zwar verstümmelt aus, brauchen aber einen regelmäßigen Schnitt, damit sie nicht auseinander brechen. (Foto: pv)
Dafür wenden sie jährlich etwa 450 bis 600 Arbeitsstunden auf. Die »Schneitelung« sollte von November bis März durchgeführt werden, weil dann die Vogel- und Tierwelt kaum gestört wird.
Kopfweiden zählen zu den typischen Bäumen in Weichholzauen, sind zumeist die Begleiter von Bach- und Wasserläufen und können den periodischen Wechsel von übermäßiger Feuchtigkeit und langanhaltender Trockenheit gut vertragen. »Normalerweise sollte man annehmen, dass diese Bäume ziemlich robust sind«, erklärt der NABU-Vorsitzende Udo Seum bei der zweiten Schnittaktion in diesem Winter. »Das ist aber nur für einen kurzen Zeitraum der Fall, denn die schnellwüchsigen Weiden erreichen im Normalfall kein hohes Alter. Schon relativ früh wird ihr Kernholz morsch und innen hohl.« Dann drohen die Bäume auseinanderzubrechen, wieso ein permanenter Schnitt nötig ist.
Die Pflegearbeiten wurden finanziell durch das Forstamt Nidda unterstützt.