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Echzell wehrt sich: Musiker, Politiker und 500 Gäste gegen Rechts

Artikel vom 30.08.2010 - 17.00 Uhr

Echzell wehrt sich: Musiker, Politiker und 500 Gäste gegen Rechts

Echzell-Gettenau (arc). Die vier »Fräulein Wunder« hatten gerade mit ihrer Show begonnen, als einer der Vereinsvertreter vor dem Zelt Bilanz zog: »Wir haben uns auch mit einem Stand beteiligt, was daraus geworden ist, ist allerhand.« Eine Meinung, die man am Samstag oft hörte auf dem Gettenauer Sportplatz beim »1. Echzell Festival« gegen Rechts.
Bezhad Borhani von der Landessportjugend hat den Startschuss für den Sponsorenlauf gegeben und Beigeordneter Hans-Jürgen Hahn (S
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Bezhad Borhani von der Landessportjugend hat den Startschuss für den Sponsorenlauf gegeben und Beigeordneter Hans-Jürgen Hahn (SPD), Bürgermeister Dieter Müller (SPD), Kreisdezernent Helmut Betschel-Pflügel (Grüne), Beigeordneter Manfred Linss und Landrat Joachim Arnold (SPD) führen das Läuferfeld an. (Fotos: Stephan)
Viele Vereine hatten mit Unterstützung durch Landessportbund, Sportkreis und Kommune einen kleinen Beitrag geleistet und waren später beeindruckt, was daraus geworden war.

Insgesamt blieb es ruhig, auch die vorsorglich stark vertretene Polizei meldete einen ruhigen Verlauf - obwohl es an der Absperrung vereinzelt zu Diskussionen mit Männern und Frauen aus der rechten Szene gab. Auch eine kleine Kundgebung der »Jungen Nationaldemokraten« verlief nach Auskunft der Friedberger Polizei ohne besondere Vorkommnisse.

Kurz zur Vorgeschichte: Nachdem es in Gettenau zu Auseinandersetzungen mit Zugezogenen gekommen war, die man der rechten Szene zuordnet, hatte sich die Bürgerinitiative »Grätsche gegen Rechtsaußen« gegründet, die nun zum ersten Höhepunkt ihrer bisherigen Aktivitäten, dem Festival, eingeladen hatte.

Viel Aufklärungsarbeit wurde geleistet, die von der Gemeindevertretung verabschiedete Resolution lag zum Unterzeichnen aus. Neben vielen Kreis- und Lokalpolitikern machten auch die Landesvorsitzenden von SPD und Grünen, Thorsten Schäfer-Gümbel und Tarek Al-Wazir, so ihre Solidarität deutlich. Zuvor hatten sich die Politiker an die Gäste gewandt.

Landrat Joachim Arnold begann seine Rede mit der Feststellung: »Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!« Er bedauerte, dass es solche Veranstaltungen geben müsse, weil einige Ewiggestrige sie nötig machten. Man müsse sich den Rechtsradikalen jedoch an jedem Ort gemeinsam entgegenstellen, forderte er die Bürger auf.



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Artikel vom 30.08.2010 - 17.00 Uhr
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