Echzell wehrt sich: Musiker, Politiker und 500 Gäste gegen Rechts
Schäfer-Gümbel mahnte, solche Veranstaltungen dürften kein Einzelfall bleiben, »so lange der braune Spuk in Echzell tobt«. Er ermunterte die BI, das Echzell Festival zu wiederholen und sagte noch mehr Unterstützung für die Arbeit der »Grätsche« zu. Im Osten schickten sich die Rechten an, Kindergärten zu gründen, um ihre Ideologie schon an die Jüngsten weiterzugeben zu können - die Rechten nisteten sich überall dort ein, wo sich der Staat zurückziehe. Wegsehen sei der falsche Weg, betonte er, das habe die Vergangenheit gezeigt.
Vom Landesparteitag der Linken war Hermann Schaus gekommen und überreichte eine Resolution gegen Rechts, die von allen Delegierten des Parteitags in Gelnhausen am selben Tage unterzeichnet worden war.
Auch Bürgermeister Dieter Müller erklärte, eine wehrhafte Demokratie könne nur funktionieren, wenn man sich auch wehre. Eine Resolution sei nur der Anfang, danach müssten auch Taten folgen. In diesem Zusammenhang dankte er der Bürgerinitiative.
Abschließend forderte auch Bezhad Borhani von der Sportjugend Hessen dazu auf, Gesicht gegen Rechts zu zeigen und rief auf zur regen Teilnahme am Sponsorenlauf. Am Ende des Laufes waren 3260 Euro für die Jugendarbeit der »Grätsche« zusammenkommen.
Für die BI dankte Olivia Bickerle allen Teilnehmern und Rednern für die große Unterstützung. Trotz des trüben Wetters hatten 500 Menschen den Weg nach Gettenau auf das Festival gefunden, damit war Bickerle sehr zufrieden.
Am Abend sorgten die Bands »Fräulein Wunder« und »Hartmann« noch einmal für rockige Stimmung und einen erneuten Zuschauerzustrom.