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Weidigschule: 9. Klassen werden neu aufgeteilt

Artikel vom 19.08.2010 - 02.00 Uhr

Weidigschule: 9. Klassen werden neu aufgeteilt

Butzbach (dab). In einem offenen Brief beklagt der Elternbeirat der 9d der Weidigschule, dass die Klasse zu Beginn des Schuljahres aufgelöst wurde. Der Grund sind zu niedrige Schülerzahlen, die sieben Klassen in diesem Jahrgang nicht mehr rechtfertigen.
An der Weidigschule gibt es seit Montag keine Klasse 9d mehr. Die Schüler sind auf die verbliebenen sechs Klassen des Jahrgangs
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An der Weidigschule gibt es seit Montag keine Klasse 9d mehr. Die Schüler sind auf die verbliebenen sechs Klassen des Jahrgangs aufgeteilt worden. (Archivfoto: nic)
199 Jugendliche hätten es laut Verordnung sein müssen, damit diese auch weiterhin in sieben Klassen hätten unterrichtet werden können. Doch die Zahl liegt nur bei 197. So wurde die Lateinklasse 9d auf die verbliebenen sechs Klassen aufgeteilt.

Für Anette Krämer, Vorsitzende des Klassenelternbeirats, ist diese Entscheidung »ein pädagogischer und politischer Anachronismus«. Habe doch Kultusministerin Dorothea Henzler im Elternbrief zu Schuljahresanfang von 650 neuen Lehrstellen hessenweit geschrieben und einer personell sehr guten Ausstattung der Schulen. Dies führe auch einer Verkleinerung der Klassen.

In Butzbach wird aber nicht verkleinert, sondern vergrößert. Die Neuntklässler werden nun hauptsächlich in Klassen unterrichtet, in denen 33 Schüler sitzen. »Die Verordnungen erlauben im Höchstfall nur 30 Schüler pro Klasse, in Ausnahmefällen bis 33«, wundert sich Krämer. Das Staatliche Schulamt habe ihr bestätigt, dass der Ausnahmefall aber vielfach der Regel entspreche.

»Aus Kostengründen«

»Das stimmt«, sagt der Leitende Schulamtsdirektor Günter Donath. Die sogenannte Sternchenregelung, nach der die Obergrenze um 10 Prozent erhöht werden kann, sei seit 1992 gängige Praxis. Zurzeit werde dieser Standard zwar sukzessive – beginnend mit Klasse 5 – abgebaut und 30 Schüler zur Regelobergrenze. Doch bis zur Klasse 9 sei diese Neuerung noch nicht »durchgewachsen«.

Er bedauere, dass die neunten Klassen an der Weidigschule den geforderten Schwellenwert an Schülerzahlen nicht erreicht hätten. Dies bedeute sicherlich eine Härte für Schüler und Eltern. Doch die Anzahl der Klassen zu verkleinern, sei ein Verfahren, das hin und wieder aus Kostengründen erforderlich werde. »Das ist nicht zu vermeiden«, sagt Donath.



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