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Weidigschule: 9. Klassen werden neu aufgeteilt

Artikel vom 19.08.2010 - 02.00 Uhr

Weidigschule: 9. Klassen werden neu aufgeteilt

»Es gibt auch andere Schulen, in denen die Klassenzahlen beim Übergang vom letzten zu diesem Schuljahr reduziert wurden«, ergänzt Dr. Rosemarie zur Heiden, Dezernentin beim Schulamt. »Die Schulen sind aber bemüht, die Eltern zu informieren und auf Wünsche einzugehen. Da wird keiner alleine gelassen, und es wird nicht von oben verteilt.«

»Eltern einbezogen«

Die Aufteilung sei »so transparent und schülerverträglich wie möglich« erfolgt, bestätigt Schulleiter Rolf-Reiner Laasch. Schon in den Ferien habe er mit dem Elternbeirat verhandelt, wenn auch erst kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs. Er habe abwarten wollen, ob nicht doch noch die erforderliche Schülerzahl zustande kommt. Als Ergebnis der Gespräche mit den Eltern hätten sich Kleingruppen von Schülern gebildet, die zusammenbleiben wollen, und diese seien dann einer der verbliebenen Klasse zugeteilt worden. Die 9d habe es getroffen, weil sie mit 23 Schülern die kleinste der sieben Klassen war. Auch organisatorische Gründe hätten dafür gesprochen, unter anderem, weil der Klassenlehrer der 9d sich bis zu den Herbstferien krankgemeldet habe. »Es sind rein sachliche Gründe, die nicht als Bestrafung zu verstehen sind«, betont Laasch.

Den Ärger der Eltern könne er dennoch verstehen. Dass Klassengrößen von 33 Schülern im Prinzip untragbar seien, sehe er genauso. Weitere schwierige Bedingungen, von denen die Elternbeiratsvorsitzende spricht, könne er nur teilweise nachvollziehen. Krämer hatte dahingehend argumentiert, dass die Stufe 9 der erste G8-Jahrgang ist und deshalb schon genügend Anlaufschwierigkeiten und belastenden Faktoren ausgesetzt gewesen sei. Für einige Schüler sei dies bereits der fünfte Klassenlehrerwechsel.

Grüne wollen Fälle sammeln

Ein gravierenderes Problem ist für Laasch, dass es sich bei den achten und neunten Klassen an der Weidigschule um sprachreine Klassen handelt, die entweder Französisch oder Latein lernen. Mit ihrem Klassenlehrer, der zugleich ihr Sprachlehrer ist, unternehmen sie sprachbezogene Fahrten, etwa nach Pompeji – »das hat sich bewährt«. Die neue Aufteilung führt nun zu der Situation, dass manche Schüler gar keinen Unterricht bei ihrem Klassenlehrer haben.

Eine Benachteiligung der Schüler, wie sie Anette Krämer bemängelt, sieht Schulleiter Laasch nicht. »Natürlich gibt es Schwierigkeiten, wenn man sich in eine neue Gruppe integrieren muss. Die Schüler sind aber seit der Klasse 5 an der Weidigschule. Sie kennen sich aus dem Religionsunterricht und aus AGs.« Er habe das Gefühl, die Schüler kämen mit der neuen Situation wesentlich besser zurecht als ihre Eltern.



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