Butzbach (vj). »Wir haben eine schöne Schau gesehen mit aussichtreichen Tieren in den jüngeren Klassen und erfolgsverwöhnten älteren Tieren«, fasste der Vorsitzende des Pferdezuchtvereins Wetterau, Bernd Feuerstein, beim Züchterabend am Sonntag die Kreispferdeschau zum Faselmarkt in der Reithalle zusammen.
Bernd Feuerstein (links) überreicht dem erfolgreichsten Züchter der Schau, Richard Bopp aus Griedel, die Preismünze in Bronze. (Foto: vj)
Sein besonderes Lob galt dem Griedeler Züchter Richard Bopp, dessen Tiere nicht nur 1. Preise in den Klassen Stuten alt und jung sowie Familie errangen, vielmehr erreichte auch seine 2008 geborene Stute »Finette« in der Klasse II ebenfalls den 1. Platz. Feuerstein ehrte den 75 Jahre alten Pferdezüchter mit der bronzenen Preismünze des hessischen Landesbetriebs Landwirtschaft.
An der Abendveranstaltung im Bürgerhaus nahmen neben den Züchtern auch Stadtrat Willi Haub, der für die Märkte zuständige Kulturamtsleiter Hansemil Bang, sowie Kreisveterinär Dr. Rudolf Müller teil.
Zur Publikumsstute »Miss Butzbach« wurde die 16 Jahre alte Stute »Revenue M« von der Zuchtgemeinschaft Müller gewählt. Dabei hatte die 10 Jahre alte Juliane König buchstäblich aufs richtige Pferd gesetzt und gewann einen Präsentkorb.
Am Morgen hatte die Kreispferdeschau unter im Verlauf der Veranstaltung immer stärker werdender Publikumsbeteiligung begonnen. In diesem Jahr wurden einmal mehr hervorragende Tiere wie Hannoveraner und Coburger gezeigt. Unter den Augen der gestrengen Richter Walter Robert und Ralf Wagner wurden 27 Pferde präsentiert. Die Aussteller kamen aus Griedel, Münzenberg Ober-Mörlen, Ranstadt, Schwalheim, Wettenberg, Niddatal.Bönstadt, Pohlheim. Lich-Bettenhausen, Friedberg und Kaichen. Gewertet wurde in zehn Klassen nach den Kriterien Gang, Typ und Körperbau.
Auf der Tribüne verkauften fleißige Helferinnen des Reit- und Fahrvereins Butzbach Kaffee und Kuchen, kalte Getränke und Bratwurst. Und die Gespräche drehten sich um Landwirtschaft und Pferdezucht und die Initiative der Stadt Butzbach, die aus Kostengründen das traditionelle Marktessen aufgegeben hatte. Die Züchter quittierten das hauptsächlich mit Verständnis, aber auch mit einer gehörigen Portion Wehmut: »Das ist sehr schade, da geht wieder einmal ein Stück Tradition dahin«, sagte ein langjähriger Kreischauteilnehmer.
Und in der Tat: Die abendliche Zusammenkunft, die jetzt Züchterabend heißt, fand in einem wesentlich kleineren Rahmen statt. Von den Pferdezüchtern war nur ein Bruchteil derer, die sonst am Marktessen teilgenommen hatten, gekommen, was jedoch der guten Stimmung keinen Abbruch tat.