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Was wird aus der ehemaligen Synagoge in Großen-Buseck?

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Artikel vom 04.12.2013 - 18.30 Uhr

Was wird aus der ehemaligen Synagoge in Großen-Buseck?

Buseck (siw). In der Liste der Kulturdenkmäler in Buseck steht unter Anger 10: »Fachwerkwohnhaus mit Vorhof und Freitreppe, ab 1844 Synagoge, 1938 geschändet, wegen enger Bebauung nicht in Brand gesteckt, Gedenkstein«. Interessantes dazu bot eine historische Ausstellung vor Ort.

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Ausstellung im Haus Anger 10: Inge Stroh-Zessin gibt Erläuterungen zur ehemaligen Synagoge. (Foto: siw)
Neben der Synagoge selbst, die nach einer 1885 erfolgten Renovierung für 49 Männer und 23 Frauen Platz bot und mit einer Empore ausgestattet war, bestanden in dem Gebäude eine Schule, die sogenannte »Jirreschul«, sowie eine Lehrerwohnung. Im Keller, so wird vermutet, war ein rituelles Bad untergebracht. Nachdem in diesem Jahr die letzte Bewohnerin ausgezogen ist, steht das stark renovierungsbedürftige Gebäude leer.

Nun stellt sich die Frage: »Was wird aus dem Haus?« Die Arbeitsgruppe »Anger 10/ehemalige Synagoge« beschäftigt sich seit geraumer Zeit damit. Um einerseits Interesse an der Thematik zu wecken und andererseits mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, hatte die Gruppe am »Busecker Samstag« zu einer Ausstellung in der ehemaligen Synagoge eingeladen. Der Termin war gut gewählt. Viele Interessierte waren gekommen, um die von Gemeindearchivarin Ilse Reinholz-Hein ausgearbeiteten und zusammenstellten Exponate mit Fotos und Texten zu studieren.

Die Gruppe ist der Meinung, das Haus sollte für alle offen sein, vor allem für Schüler und Studenten. Vorstellbar wäre für sie die räumliche Nutzung des ehemaligen Synagogenraums im Erdgeschoss als Begegnungsstätte und Veranstaltungsraum mit einer kleinen Teeküche, Ausstellungen mit PC-Arbeitsplätzen, einer Bibliothek und Dokumentensammlung im Obergeschoss sowie ein Büro und Lagerraum für kleinere historische Gegenstände im zweiten Obergeschoss.

Mit den Vorsitzenden des Heimatkundlichen Arbeitskreises, Dr. Heike Bräuning und Elke Noppes, wurde eine Zusammenarbeit vereinbart. Wer historische Fotos und weitere Informationen zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich an Ilse Reinholz-Hein (Gemeindeverwaltung, Telefon 0 64 08/-91 10) zu wenden. Das nächste Treffen findet am 9. Dezember um 19.30 Uhr statt. Ansprechpartnerin ist Inge Stroh-Zessin (0 64 08/33 04).

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