Volkshochschule des Kreises mit Außenstelle Gießen?
Gießen/Buseck (no). Nun ist es amtlich: Der Kreisausschuss ist vom Kreistag auf Antrag der Grünen einstimmig damit beauftragt worden, mit der Stadt Gießen über das Zusammenlegen der Verwaltungen beider Volkshochschulen zu verhandeln.
Kreisvolkshochschule in Lich
Von der CDU/FW/FDP-Mehrheit abgelehnt wurde hingegen hierzu am Montag im Busecker Kulturzentrum ein Zusatzantrag der SPD. Sie befürchtet, wie Kristine Tromsdorff begründete, dass bei »der formalen Diskussion« die »inhaltlichen Bedingungen« würden zu kurz kommen.
Dagegen verwahrte sich erneut Dr. Christiane Schmahl von den Grünen: Es gehe ausdrücklich nicht um ein qualitatives Ausdünnen der Erwachsenenbildung. »Aber wir können uns vorstellen, dass wir eine Volkshochschule des Kreises haben mit einer Außenstellen Gießen.« Wenn die beiden Gebietskörperschaften mit stets geäußertem Willen zu mehr Miteinander »nicht einmal das schaffen«, dürfe man sich nicht wundern, wenn es bei Abfall, Schulen und auf anderen Feldern nicht klappe. Die Fusion der Volkshochschulen sei eine der »zahmsten Sachen: Wir stehen vor ganz anderen Herausforderungen!« Im übrigen sei es nur ein Prüfantrag, interkommunalen Zusammenarbeit zu praktizieren.
Ein abweichendes Abstimmungsverhalten der Stadt-Gießener in der Kreistagsmehrheit war nicht zu erkennen, was - Tromsdorff hatte es zuvor angesprochen - vor allem irritierte, da FDP-Politiker Harald Scherer in der Vorwoche erklärt hatte, eine Zusammenlegung sei »für uns zur Zeit allerdings kein Thema«.
Mit dem selben Antrag wurde der Kreisausschuss zudem angewiesen, mit Verkehrsgesellschaft Oberhessen und Stadtwerken Gießen über eine bessere Koordination ihrer öffentlichen Linienbus-Verkehrsleistungen zu reden.
Und die leidige Frage einer Fusion der Mobilitätszentralen von VGO und SWG in der Gießener Innenstadt ist in Kürze Thema im Umweltausschuss des Kreistages. Dazu eingeladen werden kompetente Vertreter beider kommunalen Versorgungsunternehmen.