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Sportfreunde Oppenrod feiern 100-jähriges Jubiläum!

Artikel vom 12.03.2010 - 19.30 Uhr

Sportfreunde Oppenrod feiern 100-jähriges Jubiläum!

Buseck (siw). Anlass für einen Blick zurück auf die Anfänge bietet das 100-jährige Bestehen der Sportfreunde 1910 Oppenrod. Die Männer der ersten Stunde - so ist es im Gründungsprotokoll festgehalten - hoben im Gründungs- und Vereinslokal »Zum kühlen Grund« am 1. August 1910 den Verein aus der Taufe.
Turnen und Gewichtheben waren die ersten Sportarten, die von den Sportfreunden Oppenrod angeboten wurden.	(Foto: privat)
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Turnen und Gewichtheben waren die ersten Sportarten, die von den Sportfreunden Oppenrod angeboten wurden. (Foto: privat)
Unter dem Namen »Frei Heil Oppenrod« machte man es sich zur Aufgabe »mit dem Sport dem schaffenden Menschen für die einseitige Belastung durch seine Arbeitsstelle einen Ausgleich zu schaffen und ihn demokratisch zu schulen«.

Unter dem Motto »Frisch, Frei, Stark, Treu« stellte man sich in der Tradition des Arbeitersports in Opposition zu den bürgerlichen Turnern, deren Wahlspruch »Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei« lautete. Turnen und Gewichtheben waren die ersten Sportarten, die in dem neu gegründeten Verein betrieben wurden. Die Hanteln der Gewichtheber waren Marke »Eigenbau« und bestanden aus Wasserleitungsrohren und Betonklötzen. Ein Reck und ein Barren waren die ersten »richtigen« Turngeräte, die von Spenden der Mitglieder und einer kleinen Unterstützung vom Turnerbund angeschafft wurden.

Zum ersten Vorsitzenden wählte man Wilhelm Haas, Stellvertreter war Karl Balser, erster Turnwart Johann Haas und Vereinsrechner Heinrich Ludwig Balser. Ludwig Haas, Wilhelm Schmidt und Heinrich Balser II. gehörten ebenfalls dem Gründungsvorstand an. Karl Andreas Balser, Gustav Kinzebach, Wilhelm Balser I., Fritz Haas, Wilhelm Balser II., Karl Bender, Johann Döring und Georg Schmidt hießen die weiteren Gründungsmitglieder. Nach der Gründung traten dem Verein viele Jugendliche bei. Sie durften aber nicht als Mitglieder geführt werden, da sie noch keine 16 Jahre alt waren. Im Reich Wilhelms II. wurde eine Freie Turnerschaft als ein SPD-Verein angesehen.

Bereits beim Bezirksturnfest im Juli 1911 in Gießen stellten die Oppenröder eine Musterriege am Reck, 1912 nahm eine neun Mann starke Riege am Westdeutschen Bundesfest in Offenbach teil. Eine Halle für den Turnbetrieb wurde im Garten der Wirtschaft Döring in Eigenregie errichtet. Unter Leitung des zweiten Vorsitzenden Karl Balser wurde ein Spielmannzugs ins Leben gerufen, der die Turner auf ihren Märschen begleitete.

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 hatte »alle Turnerei« ein Ende. Im Mai 1919 nahm der Verein unter Führung des ersten Vorsitzenden Wilhelm Haas den Turnbetrieb wieder auf. Um den Wiederaufbau erwarben sich der 1920 neu gewählte Vorsitzende Heinrich Ludwig Balser und die damaligen Turnwarte Wilhelm Balser VIII. und Heinrich Balser XIII. sowie der erfolgreiche Leichtathlet Wilhelm Schwarz große Verdienste. 1926 wurde eine erste Jugendfußball-Mannschaft in die Verbandsrunde geschickt.



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Artikel vom 12.03.2010 - 19.30 Uhr
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