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24.08.2010 - 20.00 Uhr
SPD- und CDU-Kritik: Zahlen zum Busecker Kita-Neubau »kräftig geschönt«
Buseck (rüg). In Sachen »Kostensteigerung beim Kindergartenneubau in Großen-Buseck« schloss sich der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) unter der Leitung von Uwe Kühn (FW) am Montagabend im Thal’schen Rathaus zwar dem Votum des Bauausschusses an, dass man dennoch fast eineinhalb Stunden über das Thema debattierte, lag daran dass einige Gremiumsmitglieder ihrer Verärgerung Luft machen mussten über die Art und Weise, wie die Verteuerung von geplanten 2,2 auf jetzt rund 2,48 Millionen Euro zustande kam.
Insbesondere Eckhard Neumann (CDU) sowie Willy Jost und Norbert Weigelt (beide SPD) fuhren dabei schwere Geschütze gegen den Architekten Karl-Heinz Greim (Bayreuth) und Bürgermeister Erhard Reinl (FW).
Den Anfang machte Neumann, der aus seiner Enttäuschung über die Entwicklung keinen Hehl machte. Er warf Bürgermeister Reinl dessen kurz zuvor gemachte Bemerkung vor, derzeit müsse man sich keine Gedanken über Zahlen machen. Dies laufe anscheinend schon seit Jahren so, denn immer wieder würden die Kosten von Bauprojekten überschritten. »Entweder wir werden verarscht, oder es wird vertuscht und gelogen«, erregte sich der CDU-Mann.
Noch im Mai sei die Anfrage seiner Fraktion, ob es eine Kostensteigerung gebe, vom Bürgermeister verneint worden. Wenig später sei die Steigerung da gewesen. »Wer übernimmt dafür die Verantwortung?« fragte Neumann. Die Gemeindevertreter würden immer erst dann informiert, »wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist«.
»Wir alle sind über den Tisch gezogen worden«
Reinl wies die Vorwürfe des Neumanns zurück, man würde nicht über Zahlen nachdenken. »Natürlich haben wir das immer getan, aber es macht im Moment keinen Sinn, darüber zu diskutieren, bevor die Submission der noch zu vergebenden Gewerke abgeschlossen ist«. Der Bürgermeister korrigierte den dafür im Bauausschuss genannten Termin (14. September) auf den 16. September. Über die Kostensteigerung habe er informiert, sobald sie bekannt geworden sei.
Für seine Position bekam Neumann Unterstützung von Willy Jost: »Der Architekt hat bewusst Zahlen nicht realistisch genannt. Die 2,2 Millionen Euro sind kräftig geschönt, und wir sind jetzt die Dummen. Wir alle sind über den Tisch gezogen worden.« Jost wollte von Reinl wissen, wie dieser mit dem Architekten angesichts der Kostensteigerung verhandelt habe: »Jetzt bist Du gefordert!« Und: »Wird versucht, den Architekten in den Griff zu bekommen?«
Jost kritisierte, ihm fehlten konkrete Angaben über Einsparungen, zum Beispiel, ob die Möblierung zunächst einmal vom alten Kindergarten übernommen oder ob die Außengeländegestaltung vom Bauhof vorgenommen werde. Ihn, Jost, interessiere die »Minderung des Gesamtcharakters« durch anders gestaltete Treppengeländer herzlich wenig.
»Zeitdruck nicht durch Gemeindevertreter«
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