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Rauchsäule über Großen-Buseck

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Artikel vom 22.12.2013 - 19.51 Uhr

Rauchsäule über Großen-Buseck

Buseck (ast). Ein schwerer Brand im Gewerbegebiet an der Marburger Straße hielt hielt am Sonntagnachmittag rund 90 Feuerwehr- und Rettungskräfte in Atem. Gebrannt hat es in der riesigen Halle des Entsorgungsbetriebes Umweltdienste Bohn GmbH.

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Weithin war die Rauchsäule über dem Großen-Busecker Gewerbegebiet zu sehen.
© ast
Zwei Mitarbeiter des Unternehmens, die im kleinen Schichtbetrieb auch am vierten Advent die Arbeit verrichteten, wurden mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus nach Gießen gebracht. Zuvor hatten sie versucht, die Flammen zu bekämpfen. Nach Auskunft des Betriebsleiters Volker Schmelz verursachte das Unglück einen Sachschaden von bis zu 150 000 Euro.

Weithin über Großen-Buseck und Reiskirchen war die gewaltige Rauchsäule zu sehen, die gegen 15 Uhr über dem Industriegebiet aufstieg. Die Hitze der Flammen hatte zu diesem Zeitpunkt Teile des Blechdaches zum Schmelzen gebracht, so dass der giftig stinkende Rauch in großen Waben nach außen aufsteigen konnte. Im Radio wurden die Anwohner dazu aufgerufen, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Das Unternehmen Bohn stellt Ersatzbrennstoffe her, die beispielsweise in der Zementindustrie Verwendung finden. Dafür werden in der Produktionshalle feste Gewerbeabfälle und technische Kunststoffe in rund 30 Millimeter kleine Stücke geschreddert und zu einem großen Berg aufgeschichtet. Dieser rund vier Meter hohe Berg brannte beim Eintreffen der Feuerwehr auf einer Fläche von 60 Quadratmetern, wie Gemeindebrandinspektor Frank Müller berichtete. Die Ursache war am späten Abend noch unklar. Nicht länger als zehn Minuten brauchten die Feuerwehrkräfte, um die Flammen, die eine extreme Hitze entwickelten, unter Kontrolle zu bringen. »Fünf Minuten später hätten wir das Gebäude nicht mehr halten können«, so Müller. Zum Einsatz kamen dabei riesige Mengen an Wasser sowie Löschschaum.

Das Unternehmen arbeitet unter einem permanent erhöhten Brandrisiko. Beim Schreddern kommt es immer wieder zum Entflammen des Ersatzbrennstoffes, wenn sich etwa ein Stück Metall im Förderband verfängt und Funken schlägt. Bis zu fünf Mal pro Jahr müsse die Feuerwehr zum Betrieb ausrücken, berichtete Müller. Meistens seien es jedoch kleinere Zwischenfälle, die oft von den gut geschulten Mitarbeitern unter Kontrolle gebracht werden können. Die Busecker Feuerwehr musste sich wegen dieser Brandanfälligkeit ein spezielles Fahrzeug anschaffen, um mit Löschschaum schnellstmöglich durchgreifen zu können. Das hat sich jetzt gelohnt. Das Fahrzeug wurde von dem Verwertungsunternehmen größtenteils mitfinanziert. An der Brandbekämpfung beteiligten sich die Feuerwehren aus Buseck, Gießen, Reiskirchen, Fernwald, Grünberg und Laubach. Der gesamte Ersatzbrennstoff musste mit einem Radlader auf den Hof gefahren und nachgelöscht werden. Diese Arbeiten dauerten bis in den Abend hinein. Unterstützt wurde die Einsatzleitung von Kreisbrandinspektor Wolfgang Then. Auch Bürgermeister Erhard Reinl war vor Ort.

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Artikel vom 22.12.2013 - 19.51 Uhr
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