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Rauchsäule über Buseck: Wieder Feuer in Recylingfirma

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Artikel vom 29.05.2014 - 13.53 Uhr

Rauchsäule über Buseck: Wieder Feuer in Recylingfirma

Buseck (cst). Die Serie von Bränden bei einer Firma für Müllrecycling in der Marburger Straße in Großen-Buseck setzt sich fort. Bereits zum dritten Mal seit Dezember mussten die Feuerwehren am späten Mittwochabend ausrücken, um ein Feuer zu löschen. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf über 150 000 Euro geschätzt.

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Zum dritten Mal innerhalb eines halben Jahres brach in den Räumen einer Recyclingfirma in Großen-Buseck Feuer aus. 220 Wehrleute waren die ganze Nacht über im Einsatz, um den brennenden Müllberg abzutragen und die Flammen zu löschen. Verletzt wurde niemand. (Foto: cst)
© Christian Ströhl
Weit über Großen-Buseck und Reiskirchen war in der Nacht zum Donnerstag die gewaltige Rauchsäule zu sehen, die über dem Industriegebiet aufstieg. Gegen 22.30 hatte die Brandmeldeanlage des Umweltdienstes Bohn Alarm aus, weil ein Müllberg im hinteren Teil der riesigen Lagerhalle angefangen hatte zu brennen. Mitarbeiter der Firma versuchten zunächst, den Brand mit der vor Ort fest installierten Löschanlage zu bekämpfen. Laut eines Feuerwehrsprechers diente die Maßnahme jedoch nur der »Überbrückung, damit das Feuer nicht größer wird.« Denn der Brandherd befand sich inmitten eines Müllberges.

Das Feuer fraß sich immer weiter nach unten. Um den Brand zu löschen, mussten die Einsatzkräfte den Schutthaufen beseitigen. Weil sie die Halle nur mit Atemschutz betreten konnten, gestaltete sich die Brandbekämpfung zeit- und personalintensiv. Insgesamt waren 220 Einsatzkräfte der Feuerwehren Buseck, Staufenberg, Fernwald, Reiskirchen, Pohlheim, Laubach, Wettenberg und Gießen bis in die Morgenstunden mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Ihnen standen drei Drehleitern und eine Hocharbeitsbühne zur Verfügung. Zudem waren drei Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz, der bei den Mitarbeitern, die vergeblich versucht hatten, den Brand zu löschen, nur leichte Rauchvergiftungen feststellte. Die Bevölkerung wurde derweil durch Rundfunkwarnmeldungen aufgefordert, Fenstern und Türen geschlossen zu halten. Die Schadenssumme beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehr als 150 000 Euro.

+++ Mehr Fotos von der Brandserie in der Bildergalerie

Laut eines Sprechers des Polizeipräsidiums Mittelhessen entstand der Brand bei der Entsorgungsfirma »vermutlich durch Selbstentzündung«. Das Unternehmen, das sich auf die Verarbeitung von Abfällen zu Ersatzbrennstoffen spezialisiert hat, arbeitet unter einem permanent erhöhten Brandrisiko. Beim Schreddern kommt es immer wieder zum Entflammen des Ersatzbrennstoffes, wenn sich etwa ein Stück Metall im Förderband verfängt und Funken schlägt. Bei dem Feuer vom Mittwoch handelt es sich bereits um den dritten Brand innerhalb eines halben Jahres. Erst vor einer Woche hatte sich ein Kanister mit Ethanolresten entzündet, der nicht für die betroffene Anlage geeignet war. Dabei gab es vier Verletzte. Im Dezember vergangenen Jahres wurden bei einem Brand zwei Personen verletzt und es entstand ebenfalls ein Schaden von etwa 150 000 Euro.

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Artikel vom 29.05.2014 - 13.53 Uhr
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