Buseck (la). Die Schafzucht interessiert viele Menschen, vor allem im ländlichen Raum. Das zeigte sich am Sonntag in Oppenrod beim Kreisleistungshüten Hessen-Nassau auf dem Gelände am Lohwäldchen. Die Veranstaltung bot aber auch Gelegenheit zu Gesprächen und zum Gedankenaustausch.
Siegerehrung: (von links) Richterin Andrea Gerlach, Willi Schaarschmidt, Frank Meimberg, Helmut Moos, Sebastian Wirth, Hubert Gerlach, Volker Schuhmacher, Ottmar Wirth, Manfred Jauernig und Ralf Meisezahl. (Foto: la)
Begonnen hatte sie am Vormittag mit einem Hirtengottesdienst, den Pfarrer Wolfgang Kratz in der Grillhütte hielt.
Sieger mit 95 Punkten wurde Frank Meimberg (Hüttenberg) vor Helmut Moos (Mombach) mit 89 Punkten und Sebastian Wirth (Villingen) mit 84 Punkten. Danach folgten Hubert Gerlach und Volker Schuhmacher (beide 79 Punkte) sowie Ottmar Wirth (Villingen) mit 77 Punkten.
Mitglieder der Frauenhilfe Oppenrod boten Kaffee und selbstgebackenen Kuchen an. Willi Schaarschmidt (Oppenrod) hatte das Gelände ausgesucht und stellte auch seine Schafherde zur Verfügung, so dass alle sechs Teilnehmer gleiche Bedingungen hatten.
Als Richter fungierten Schäfermeisterin Andrea Gerlach und der Hungener Stadtschäfermeister Ralf Meisezahl. Hüteleiter war Willi Etzel. Das Auspferchen, das enge Gehüte, der Einweg, die Brücke, das Weitegehüt, Verkehr (das richtige Verhalten des Hundes gegenüber der Herde bei einem vorbeifahrenden Auto) und das Einpferchen waren einige der Kriterien, die bei der Bewertung besonders unter die Lupe genommen wurden.
Insgesamt konnte man 100 Punkte erreichen. Dabei ging es vor allem um das Verhalten und den Gehorsam der Hütehunde während des Weidevorganges. Auch auf das langsame Stellen der Hunde vor die Herde, um sie wieder zur Umkehr zu bewegen, hatten die Wertungsrichter ein wachsames Auge. Am Ende der Veranstaltung trug Richter Ralf Meisezahl für jeden der Teilnehmer die einzelnen Bewertungen mit der erhaltenen Punktzahl öffentlich vor und gab Hinweise für eine Verbesserung. Meisezahl dankte Willi Schaarschmidt für die ausgezeichnete Organisation sowie den Teilnehmern, die sich der Kritik gestellt hatten. Sein besonderer Dank galt Manfred Jauernig, der das Vorhüten übernommen hatte.