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Kita-Neubau: Busecker SPD erwartet von Reinl unverzügliches Handeln

Artikel vom 26.08.2010 - 22.00 Uhr

Kita-Neubau: Busecker SPD erwartet von Reinl unverzügliches Handeln

Buseck (rüg). »Erhard, tu was!« - Mit dieser Forderung an Bürgermeister Erhard Reinl am Ende seines Redebeitrags in der Diskussion um die Verteuerung des Kindergartenneubaus in Großen-Buseck um gut 250 000 Euro sprach der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Weigelt wohl allen Busecker Parlamentariern aus dem Herzen.
In der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwochabend unter der Leitung von Heinz Seibert (CDU) - wie auch schon in den vorhergehenden Fachausschusssitzungen - war quer durch alle Fraktionen eine Unzufriedenheit erkennbar, dass die mit Beschluss des Bauausschusses vom 27. Juli geforderte Auflistung von Einsparmöglichkeiten nicht vorgelegt worden war. Reinl wies erneut darauf hin, dass die Ausschreibung für die meisten noch ausstehenden Gewerke bis zum 16. September laufe. Erst dann könne man über Zahlen sprechen.

Die Gemeindevertretung übernahm die Entscheidung aus dem Bau und dem Haupt- und Finanzausschuss: Die Mehrkosten in Höhe von rund 250 000 Euro wurden vorerst nur zur Kenntnis genommen, ebenso die Prüfliste für Einsparungen bei noch nicht vergebenen Gewerken. Keine Abstimmung gab es über Punkt drei der Beschlussvorlage des Gemeindevorstands, wonach die nicht bezifferten »absehbaren Mehrkosten« bei der Aufstellung des Investitionsprogramms 2011 bereitzustellen sind.

Der Bürgermeister wies in seinen Ausführungen zunächst »Ausdrücke wie vertuscht und gelogen« (CDU-Gemeindevertreter Eckhard Neumann in der HFA-Sitzung) zurück. Reinl meinte, dass in der ganzen Diskussion der demografische Faktor, sprich: der Bevölkerungsrückgang, noch nicht zur Sprache gekommen sei.

Buseck sei da in seiner Nähe zu Gießen sicher in einer günstigeren Situation als andere Gemeinden »einige Kilometer in östlicher Richtung«, dennoch dürfe man sich darauf nicht ausruhen, sondern müsse infrastrukturell »erstklassige Angebote vorhalten«, um die Gemeinde für Neubürger interessant zu machen. Die Busecker Infrastruktur - und dazu gehörten auch die Kindertagesstätten - könnten sich »mehr als sehen lassen«, erklärte Reinl und zitierte eine Bürgerin mit dem Satz: »Wir leben hier wie im Paradies.«

»Richtige Entscheidung in Zukunft der Kinder«

Der neue Kindergarten in Großen-Buseck setze baulich eine besondere Note. Die Mehrkosten störten ihn, Reinl, ebenfalls »ganz gewaltig. Ich bin aber überzeugt, dass sich die Kosten insgesamt - nicht als Geldbetrag - auszahlen werden«. In einigen Jahren werde sich zeigen, dass dies »die richtige Entscheidung in die Zukunft unserer Kinder war«.



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