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In würdigem Rahmen letzten Abschied nehmen

Artikel vom 16.11.2009 - 17.48 Uhr

In würdigem Rahmen letzten Abschied nehmen

Buseck (siw). »Ich freue mich, dass nun auch in Oppenrod eine Friedhofskapelle zur Verfügung steht, die es den Hinterbliebenen ermöglicht, in würdigem Rahmen einen letzten Abschied nehmen zu können«, sagte am Sonntag Bürgermeister Erhard Reinl.
Neue Friedhofskapelle ihrer Bestimmung übergeben: (von links) Bürgermeister Erhard Reinl, Ortsvorsteher Roland Scheld, Frank Kin
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Neue Friedhofskapelle ihrer Bestimmung übergeben: (von links) Bürgermeister Erhard Reinl, Ortsvorsteher Roland Scheld, Frank Kinzebach, Diakon Rudolf Montermann und Pfarrer Wolfgang Kratz vor der erweiterten und neu gestalteten Friedhofskapelle. (Foto: siw)
Und: »Um Verständnis bitte ich, dass ich auf Zahlen aus der Baumaßnahme verzichte, weil dies meines Erachtens nicht in den heutigen Rahmen passt, denke aber, dass der dringend notwendige Umbau der Friedhofskapelle gelungen ist und bedanke mich bei Ihnen für Ihre Geduld während der Bauphase.«

Ein besonderer Dank galt Pfarrer Wolfgang Kratz, der den Gedanken, die Einweihung der Friedhofskapelle mit dem Volkstrauertag miteinander zu verbinden, an den Bürgermeister herangetragen hatte.

Ortsvorsteher Roland Scheld dankte allen Beteiligten, die die Planungen begleitet und für die Umsetzung gesorgt haben, insbesondere den Mitgliedern des Ortsbeirates, die wesentliche Vorschläge entwickelt hatten, die durch die Planer aufgenommen wurden.

»Wir Oppenröder – gleich welcher Konfession – sind dankbar, dass nun einige Menschen mehr vor Wind und Wetter geschützt den Trauerfeiern beiwohnen können«, erklärte Pfarrer Kratz zu Erweiterung der Kapelle. »Der heutige Sonntag im Kirchenjahr hat eine eigene Prägung. Am Volkstrauertag erinnern wir uns an Leid und Tod, an Sterben und Krieg, an das Schicksal von Abermillionen Menschen, das durch Kämpfe, durch Vertreibung und Flucht, durch Zerrissenheit und Zusammenführung und der Suche nach einer Heimat nachhaltig bestimmt wurde«, so Kratz, der nach seinen Ausführungen zum Volkstrauertag einen Bogen über die Gestaltung des derzeit in Restaurierung befindlichen Eingangstores zum Friedhof mit dem Schlangenmotiv zur Bibelstelle aus 1. Mose 3, Vers 15 (Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies) schlug. Frank Kinzebach, als Vertreter der neuapostolischen Kirche, zitierte aus Römer II, Vers 10, und legte bei seiner Andacht die Gewichtung auf den Frieden: »Lassen Sie uns gemeinsam Frieden verbreiten. In Frieden zu verhandeln, heißt auch bereit zu sein, für den Frieden Opfer zu bringen.«

Für die katholische Pfarrgemeinde von »St. Marien« las Diakon Rudolf Montermann Worte aus der Johannes-Offenbarung. Er hob die Bedeutung des Wassers als Heil-, Tauf- und Weihwasser und als reinigende Kraft hervor: »Wir dürsten nicht nur nach Wasser für den Leib, sondern wir dürsten auch nach Glück und Liebe. Wenn wir diesen Ort mit Weihwasser besprengen, soll dies alles zum Ausdruck kommen.«

Für den musikalischen Rahmen während der Einweihungsfeier in der Kapelle sorgten der Männerchor im Gesangverein »Sängerlust« mit dem Lied »Hebe deine Augen auf« unter dem Dirigat von Matthias Schulze, und der von Heiko Metz geleitete Chor der neuapostolischen Kirchengemeinde sowie David Wosilat am Keyboard. »Ein Stern auf den ich schaue« brachten die »Sängerlust«-Sänger zu Gehör, nachdem Bürgermeister Reinl und Ortsvorsteher Scheld am Denkmal mit den Namen der gefallenen und vermissten Oppenröder einen Kranz niedergelegt und durch Pfarrer Kratz und gemeinschaftlich ein Gebet gesprochen worden war. Anschließend wurden alle Anwesenden in die Rahberghalle zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Bewirtung hatte der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Oppenrod übernommen.

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Artikel vom 16.11.2009 - 17.48 Uhr
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