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Gemeinsam ungarische und deutsche Volkslieder gesungen

Artikel vom 22.10.2009 - 18.04 Uhr

Gemeinsam ungarische und deutsche Volkslieder gesungen

Buseck (siw). Von der Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit der Ungarn und von ihrer Lebensfreude und ihrem Optimismus zeigten sich die 25 Teilnehmer einer Mehrtagesreise der Busecker CDU nach Tát beeindruck
Die Busecker Reisegruppe vor dem Heldendenkmal.	(Foto: bf)
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Die Busecker Reisegruppe vor dem Heldendenkmal. (Foto: bf)
t. Der Ehrenvorsitzende der Gemeindevertretung Buseck, Gerhard Weber, der seit 1975 regelmäßig dieses schöne Land besucht, ist auch Ehrenbürger von Tát, das seit 1996 neben Molln in Oberösterreich eine Partnergemeinde von Buseck ist. Weber hatte sich wiederum als Organisator und Reiseleiter bestens bewährt.

Am ersten Tag stand ein Besuch bei der Táter Gemeinde auf dem Programm, wo Bürgermeister Lajos Szenes seine Kommune vorstellte. Tát ist gewissermaßen das Tor zum Donauknie, liegt also für touristische Unternehmungen äußerst günstig: Acht Kilometer zur bekannten Bischoffsstadt Esztergom, nach Budapest sind es 45 Kilometer und zwölf Kilomter in die benachbarte Slowakei. Tát hat keine nennenswerte Industrie, aber viele kleine Gewerbe- und Handwerksbetriebe, die überwiegend als Familienbetriebe geführt werden. Die Finanzkrise habe Ungarn voll erwischt. Die Kredite seien infolge knapp und teuer (13 Prozent Zinsen), die Auftragsbücher leer und Investoren rar, erklärte der Bürgermeister. »Bis zu 80000 Arbeitsplätze hat diese Krise schon vernichtet.«

CDU-Vorsitzender Oliver Steinbach überreichte Bürgermeister Lajos Szenes feinen Wappenteller als Erinnerungsgeschenk. Er gab einen Bericht über aktuelle politische Ereignisse in Deutschland und der Gemeinde Buseck. Auf die Bürgermeisterwahl in Buseck eingehend sagte Steinbach, das herausragende Wahlergebnis von nahezu 70 Prozent für Erhard Reinl (Freie Wähler) sei auch der Unterstützung seiner Partei mit zu verdanken.

Es folgte ein Besuch des Kindergartens in der »Gartenstadt«, wo Weber und Steinbach eine großzügige Obstspende des Lebensmittelmarktes Neukauf Preiss übergaben. Im Rahmen eines Besuches des Altenheimes wurden ein Medikamentenpaket einer Alten-Busecker Apotheke und ein Geldbetrag der Reisegruppe überreicht.

Am Nachmittag wurde die benachbarte Stadt Esztergom mit der weltbekannten Basilika besichtigt. Traditionsgemäß endete der Tag mit einer »Kellerparty« im Weinkeller von Gerhard Weber. Hier ging es zünftig zu bei Musik und Gesang. Es spielte die Hauskapelle mit Franz Mechler und Gyuri Varga, die von Busecker Seite durch Ulrike Gerwing mit dem Akkordeon verstärkt wurde. Es wurden ungarische sowie deutsche Volkslieder gesungen. Erstaunt war man über die Textsicherheit der Ungarn bei deutschen Volksliedern. Der Einladung waren elf von 13 Táter Gemeindevertretern gefolgt, sodass am Rande auch hier politische Gespräche zustanden kamen. Ein Abstecher in die Landeshauptstadt Budapest durfte nicht fehlen. Als politische Gruppe kam natürlich ein Besuch des Nationalparlaments mit deutschsprachiger Führung in Frage. Blickfang des Gebäudekomplexes ist die 96 Meter hohe Kuppel über dem Mitteltrakt, die an der Donaufassade von zwei schlanken, 73 Meter hohen Türmen flankiert wird. An der Donauseite sind die ungarischen Stammesfürsten und Könige dargestellt, an der östlichen sind es die ostungarischen Heerführer und Fürsten aus den Unabhängigkeitskriegen. Eine der Hauptattraktionen ist die Stephanskrone. Stephan war der erste König des ungarischen Reiches.

Es folgten Besichtigungen im Rahmen einer Stadtrundfahrt von markanten Stellen wie der Heldenplatz und Burgberg mit Fischerbastei und der Matthiaskirche. Der Burgpalast - ein mächtiger Gebäudekomplex am südlichen Sporn des Burgberges - gewährte eine herrliche Aussicht auf die Stadt und über die Donau. Am Tag vor der Abreise genoss die Busecker Reisegruppe die reizvolle Landschaft, die das Donauknie umrahmt, und gerne als »Ungarische Wachau« bezeichnet wird. Von Tát aus führte diese Fahrt über Esztergom nach Visegrád mit den eindrucksvollen Burgruinen und den Resten des berühmten Renaissancepalastes von König Matthias. Einige Reiseteilnehmer besichtigten auch die obere Burg. Zum Mittagessen wurde in ein bekanntes, wunderbar gelegenes Ausflugslokal (unmittelbar an der Donau - gegenüber einer Insel) eingekehrt, ehe es weiter in die Künstlerstadt Szentendre ging. In der »Kopár-Csarda« ließ die Gruppe den Tag ausklingen. Mit einem „Sack“ voller schöner Erinnerungen wurde am Sonntag die Heimreise angetreten, nicht ohne sich auch bei Maria herzlichst zu bedanken, die wie stets vor Ort die Busecker begleitet hatte und bei Bedarf dolmetschte.



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Artikel vom 22.10.2009 - 18.04 Uhr
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