Buseck (rüg). Der Anfang ist gemacht: Mitarbeiter des Baubetriebshofs der Gemeindewerke Buseck sind seit dieser Woche im Schlosspark mit Gehölzschnitt- und Rodungsarbeiten beschäftigt.
Durch das Freischneiden werden die ursprünglichen Sichtachsen zum Schloss wieder hergestellt. (Fotos: siw)
Dies ist eine der ersten Maßnahmen auf Basis des im Jahr 2008 erstellten Parkpflegewerk. Über Jahrzenhte hat der Pflanzenbewuchs derart zugenommen, dass der ursprüngliche Charakter des Landschaftsparks verschwunden ist. Jetzt sollen neben Gehölzgruppen auch Freiflächen und Sichtbeziehungen zum Schlossgebäude wieder hergestellt werden. Dafür sind im derzeitigen Bestand Gehölze, die Sichtachsen versperren oder der Pflanzenauswahl widersprechen zu entfernen.
Darüber hinaus ist eine Auslichtung des starken Unterwuchses notwendig, stellenweise muss dieser gründlich gerodet, und die verbliebenen Wurzelstöcke müssen abgefräst werden. Die Arbeiten wurden zuvor mit dem zuständigen Ingenieur der Biebertaler Planungsgruppe, Jochen Kehm, abgestimmt. Kehm hat das Parkpflegewerk im Auftrag der Gemeinde Buseck und in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege erstellt. Das Landesamt und auch die Untere Denkmalbehörde beim Landkreis Gießen wurden vor Beginn der Arbeiten über die Umsetzung der Maßnahme informiert.
Bis spätestens 15. März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Voraussetzung dafür ist, dass die Parkflächen in Frostperioden zu befahren sind, damit möglichst wenig Flurschaden angerichtet wird. Die Öffentlichkeit wurde bereits durch Hinweise und Anzeigen in den amtlichen Mitteilungsblättern informiert. Auch die Mitglieder und der Vorstand des Freundeskreises Busecker Schlosspark, dessen Vorsitzender Bürgermeister Erhard Reinl ist, begrüßen diese Maßnahme und freuen sich darüber, dass mit der Umsetzung des Parkpflegewerks begonnen wurde.
Weitere Maßnahmen sollen nach Wunsch der Öffentlichkeit und des Freundeskreises in den nächsten Jahren folgen. Über die Möglichkeiten der Förderung der Maßnahmen hat man bereits mit den Verantwortlichen des Förderprogramms »Region Gießener Land (IREK)« intensive Gespräche geführt. Um in den Genuss einer Förderung zu kommen, wurden ein Nutzungskonzept erstellt, die längerfristige Trägerstruktur besprochen, eine Folgekostenberechnung und ein Stufenplan zur Umsetzung und Finanzierung erarbeitet.
Die Besucher des Schlossparks werden bereits in diesem Sommer, wenn die Bäume wieder belaubt sind, die positiven Effekte der Pflegemaßnahmen sehen können.
Dann lohnt sich nach dem Spaziergang durch den Park bei schönem Wetter sicher auch ein Besuch des Biergartens im Restaurant »Am Schlosspark«, das seit Anfang des Jahres unter neuer Leitung steht.